Mindestens 26 Tote nach Erdrutsch in China

6. Juni 2009, 14:25
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Unglücksursache unklar - Weiteres Grubenunglück fordert sieben Menschenleben

Peking - Bei einem Erdrutsch in einem Eisenerz-Abbaugebiet im Südwesten Chinas sind mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. Dutzende weitere Opfer werden noch unter den Gesteinsmassen befürchtet. Bei 27 Verschütteten machten sich die Helfer noch Hoffnung, sie lebend bergen zu können, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag. Insgesamt galten noch mehr als 70 Menschen als vermisst. Die Ursache für den Erdrutsch war weiter unklar.

Millionen Kubikmeter Gestein waren am Freitag in ein Tal im Jiwei-Abbaugebiet nahe der Stadt Chongqing gestürzt und hatten ein Fabrikgebäude und ein Dutzend Häuser zerstört. Sieben Menschen konnten Helfer noch am Freitag lebend bergen. Mehr als 500 Rettungskräfte waren auch am Samstag im Einsatz, berichtete Xinhua. Allerdings würden die Bergungsarbeiten durch die Gefahr weiterer Erdrutsche erschwert.

Bereits im September waren bei einem Erdrutsch nach dem Zusammensturz einer illegalen Minen-Staumauer in der Provinz Shanxi mehr als 250 Menschen ums Leben gekommen.

Auch im Nordwesten Chinas hat ein Grubenunglück Menschenleben gefordert. Durch eindringendes Gas in einem Bergwerk sind sieben Grubenarbeiter gestorben. Das Unglück habe sich am Freitag im Dahuangshan-Bergwerk in der Region Xinjiang ereignet, am Samstag hätten Rettungskräfte die Leichen von sieben Bergleuten gefunden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Weitere 81 Bergleute, die während des Unglücks unter Tage waren, hätten sich retten können. (APA/dpa)

 

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