"Österreich" sucht Staatshaftung für neues Wirtschaftsmagazin

5. Juni 2009, 21:41
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Multimediaprojekt - Mehrere Quellen des STANDARD sprechen von zwölf Millionen Euro Projektvolumen - Die staatliche Förderbank des Bundes soll die Haftung für Kredite übernehmen

Wien - Die staatliche Förderbank des Bundes soll nach Informationen des Standard die Haftung für Kredite übernehmen, mit denen Wolfgang Fellnerein neues Wirtschaftsmagazin finanzieren will. Die Zeitschrift, schon seit Sommer 2008 geplant, soll offenbar seiner Tageszeitung Österreich beiliegen. Nach jüngeren Informationen aus dem Verlag geht es nicht alleine um ein gedrucktes Magazin, sondern ein Multimediaprojekt, wieder einmal die Kombi Internet/Print.

Zwölf Millionen Euro

Mehrere Quellen des Standard sprechen von zwölf Millionen Euro Projektvolumen. Die staatliche Förderbank AWS solle Kredite über acht Millionen besichern, damit wurde der Aufsichtsrat befasst; Kredite von Erste Bank und Wiener Städtischer. Ein Sprecher der Ersten verwies auf das Bankgeheimnis, jene der Städtischen kommentierte das "sicher nicht" . Der Sprecher der Förderbank gibt "keine Auskunft zu konkreten Projekten" . Österreich-Boss Wolfgang Fellner wollte sich Freitag nicht äußern.

Erste und Städtische zählten bisher nicht zur Reihe von Kreditgebern von Österreich. Just diese beiden werden auch als Financiers gehandelt, wenn Hans Dichand nun der WAZ-Gruppe ihre 50 Prozent an der Kronen Zeitung abkauft. (fid/DER STANDARD, Printausgabe, 6.6.2009, online ergänzt)

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