Siemens SIS: Betriebsrat bekräftigt Streik-Drohung

5. Juni 2009, 16:54
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632 Jobs werden gestrichen, am Montag stimmen die Mitarbeiter über Kampfmaßnahmen ab

Wien - Der Arbeitskonflikt bei der Siemens AG Österreich um den geplanten Stellenabbau im Softwarebereich spitzt sich zu: Der Vorstand habe in einem Mitarbeiterrundschreiben bestätigt, dass weitere 632 Stellen bei der SIS Business Unit System Development and Engineering (SIS SDE) in Österreich gestrichen werden. Dies teilte der Betriebsratsvorsitzende der SIS & CT, Ataollah Samadani, am Freitag mit. Schon davor hatten 211 Mitarbeiter ein Sozialplanangebot angenommen und werden das Unternehmen bis spätestens Ende Juni verlassen.

Der Betriebsrat will für die Arbeitsplätze kämpfen und droht mit Streik: Am Montag werde bei einer Betriebsversammlung über Kampfmaßnahmen abgestimmt, "das kann auch Arbeitsniederlegungen umfassen".

Mit den nun bestätigten 632 Stellen stünden in Summe fast 50 Prozent der Jobs im betroffenen Bereich der SIS (frühere PSE) auf dem Spiel, so der Betriebsratschef. Leider könne der Betriebsrat einen "konstruktiven Dialog" seitens der Firmenleitung derzeit nicht erkennen.

Der Siemens-Vorstand verwies in dem Rundbrief auf eine problematische Situation: Schon bisher massiv rückgängige Auftragsvolumina im Bereich Telekommunikation und Automotive würden nun im Zuge der Weltwirtschaftskrise weiter reduziert. Diese Auftragseinbrüche führten zu Kapazitätsauslastungsproblemen bei SIS SDE. Dabei handle es sich nicht um einen kurzfristigen konjunkturellen Einbruch, sondern um einen strukturellen Trend. (APA)

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