Verstrahlte Veteranen dürfen Regierung verklagen

5. Juni 2009, 16:11
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Während der 50er Jahre an Atomtests teilgenommen

London - Hunderte britische Ex-Soldaten, die während der 50er Jahre bei Atomtests verstrahlt wurden, dürfen das Verteidigungsministerium auf Entschädigung verklagen. Dies entschied der Oberste Gerichtshof am Freitag in London. Das Verteidigungsministerium zeigte sich "enttäuscht" über die Entscheidung. Ob Berufung gegen das Urteil eingelegt werde, stehe noch nicht fest, sagte ein Sprecher. Sollte ein Gericht einen Zusammenhang zwischen den Erkrankungen der Klagenden und den Atomtests feststellen, müsste die britische Regierung Entschädigungen in Millionenhöhe zahlen.

Die Kläger hatten argumentiert, es gebe neue wissenschaftliche Beweise dafür, dass ein Zusammenhang zwischen ihren Erkrankungen und ihrer früheren Tätigkeit besteht. Rund tausend Soldaten waren zwischen 1952 und 1958 an britischen Atomtests in Australien beteiligt. Manche von ihnen erkrankten später an Krebs, andere wurden zeugungsunfähig. Ein Vertreter der Kläger sagte, er hoffe, dass die Regierung nun an den Verhandlungstisch komme, statt Berufung gegen die Entscheidung des Obersten Gerichts einzulegen. (APA)

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