96 Prozent der Fünfjährigen bereits betreut

5. Juni 2009, 16:24
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Gabriele Heinisch-Hosek sieht bei der Kinderbetreuung Handlungsbedarf - Kinderbetreuungsquote bei den Fünfjährigen ist stetig angestiegen

Wien - Über 96 Prozent der Fünfjährigen bzw. 78.000 Kinder sind bereits drei Monate vor der Einführung der Kindergartenpflicht in institutionellen Betreuungseinrichtungen (Kindertagesheime oder Schülerhorte) untergebracht, rund 3.000 (3,7 Prozent) sind es nicht. Die bundesweite Einführung des Gratiskindergartens ab September dürfte in Wien zur größten Steigerung der Kinderbetreuungsquote führen.

Kinderbetreuungsquote stetig angestiegen

Das geht aus Berechnungen der Statistik Austria zum laufenden Kindergartenjahr 2008/09 hervor. Die Kinderbetreuungsquote - der Anteil der in Kindertagesheimen betreuten Kinder gemessen an der gleichaltrigen Wohnbevölkerung - ist bei den Fünfjährigen in den letzten Jahren stetig angestiegen und liegt aktuell bei 93,8 Prozent (1998/99: 89 Prozent). Berücksichtigt man die vorzeitig eingeschulten Fünfjährigen, beträgt die kombinierte Betreuungsquote sogar 96,3 Prozent.

Im Bundesländervergleich weist das Burgenland mit 99,8 Prozent die höchste Quote auf, gefolgt von Vorarlberg (98,8 Prozent), Tirol (98,5) und Oberösterreich (97,8). Erst danach folgen die Bundesländer, in denen es bereits jetzt einen Gratiskindergarten gibt, nämlich Kärnten (97,4), Niederösterreich (97,2) und die Steiermark (95,2).

Handlungsbedarf

In Wien sind derzeit rund 1.300 Fünfjährige weder in einem Kindertagesheim untergebracht noch besuchen sie eine Schule. Obwohl in der Bundeshauptstadt der Anteil der vorzeitig eingeschulten Kinder mit 4,4 Prozent am höchsten ist, liegt die kombinierte Betreuungsquote der nur bei 91,9 Prozent.

Frauenministerin Heinisch-Hosek sieht bei der Kinderbetreuung noch Handlungsbedarf. Man sei zwar vorangekommen, "doch mit der Geschwindigkeit, mit der wir neue Betreuungsplätze schaffen, bin ich nicht zufrieden. Gerade beim Ausbau der Plätze für die unter Drei-Jährigen müssen wir einen Zahn zulegen", so die Ministerin in einer Aussendung. (APA)

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    Frauenministerin Heinisch-Hosek ist mit "mit der Geschwindigkeit, mit der wir neue Betreuungsplätze schaffen, nicht zufrieden".

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