Fekter will Mittel für Guide-Ausbildung nicht erhöhen

5. Juni 2009, 15:56
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Mauthausen Komitee bildet derzeit 35 zusätzliche Guides aus, um Führungen in ehemaligem Konzentrationslager durchführen zu können

Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) will keine weiteren Mittel für die Ausbildung von Guides für Führungen durch das ehemalige Konzentrationslager in Mauthausen zur Verfügung stellen. "Das ist in meinen Augen schon erledigt", sagte sie am Freitag in der Fragestunde des Bundesrats auf Anfrage der SPÖ. In der Vergangenheit seien bereits Lehrkräfte diesbezüglich ausgebildet worden, um die Guides zu unterstützen. "Ich kann nicht alle Wünsche, die an mich herangetragen werden, erfüllen."

Mehr Wert will Fekter aber in Zukunft auf die Erhaltung und Modernisierung der Gedenkstätten legen. Ein Anliegen ist es ihr außerdem, dem derzeitigen Zustand der Massenbesuche in den Monaten März, April und Mai entgegenzuwirken und eine Verteilung über das ganze Jahr zu forcieren. Auch das bedeute eine Entlastung der Guides, wenn nicht alle Exkursionen in den Frühlingsmonaten stattfinden, so Fekter.

Das Mauthausen Komitee hatte vor wenigen Wochen angesichts der Neonazi-Störaktion in Ebensee einen Maßnahmenkatalog präsentiert - darin enthalten die Ausbildung von 35 zusätzlichen Guides, antirassistische Planspiele für Lehrlinge und ein Zivilcourage-Training für Jugendliche. (red, derStandard.at, 5.6.2009)

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