US-Arbeitslosenquote stieg auf 9,4 Prozent

5. Juni 2009, 15:15
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Der Jobabbau hat sich im Mai aber dennoch abgebremst

Washington - Die US-Arbeitslosenquote ist im Mai auf 9,4 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit August 1983, also seit mehr als einem Vierteljahrhundert, geklettert. Nach Mitteilung des US-Arbeitsministeriums vom Freitag büßte die größte Volkswirtschaft der Welt jedoch nur 345.000 Jobs ein - deutlich weniger als von Experten befürchtet. Volkswirte hatten ein Minus von 525.000 Jobs erwartet. Der Jobabbau in den USA hat sich im Mai damit verlangsamt.

Die Jobverluste setzten sich laut Ministerium vor allem im verarbeitenden Gewerbe fort. Im schwer gebeutelten Bausektor und in einigen Dienstleistungsberufen verlangsamte sich indes die Talfahrt. Das Minus von 345.000 Stellen im Mai entspricht den Angaben zufolge nur noch in etwa der Hälfte des durchschnittlichen monatlichen Jobabbaus währen des vergangenen halben Jahres.

Börsen ziehen an

Die Aktienmärkte in Europa, darunter DAX und ATX, haben ihre Kursgewinne am Freitag nach den vergleichsweise überraschend guten US-Arbeitsmarktdaten deutlich ausgebaut. "Man kann aus den Daten den Schluss ziehen: Das Schlimmste für die US-Konjunktur und auch für den Arbeitsmarkt liegt hinter uns", sagte Rainer Sartoris, Analyst bei HSBC Trinkaus. (APA/dpa/Reuters)

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