Heinisch-Hosek will bei Kinderbetreuung einen Zahn zulegen

5. Juni 2009, 15:16
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Grüne stimmten 15a-Vereinbarung zu, FPÖ dagegen

Wien - Auch Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) sieht bei der Kinderbetreuung noch Handlungsbedarf. Man sei zwar vorangekommen, "doch mit der Geschwindigkeit, mit der wir neue Betreuungsplätze schaffen, bin ich nicht zufrieden. Gerade beim Ausbau der Plätze für die unter Drei-Jährigen müssen wir einen Zahn zulegen", so die Ministerin in einer Aussendung.

Sie erwartet sich nämlich durch das einkommensabhängige Kinderbetreuungsgeld ab Jänner 2010 eine steigenden Druck vonseiten der Eltern, Betreuungsplätze für die Kleinsten anzubieten.

Maßnahmen "zulasten der Unter-Dreijährigen"

Die Grünen stimmten der 15a-Vereinbarung zum halbtags kostenlosen und verpflichtenden Kindergartenjahr für Fünfjährige im Familienausschuss zu, befürchten aber durch den zu geringen Bundeszuschusses von 70 Millionen Euro eine qualitative Verschlechterung. Zu wenige Pädagogen, zu wenig Raum und vor allem zu wenige Plätze für Unter-Dreijährige würden bewirken, dass die Maßnahme zulasten der Unter-Dreijährigen geht, warnte Familiensprecherin Daniela Musiol.

Die FPÖ lehnte die Maßnahme überhaupt ab, weil sie das Hauptziel, den Spracherwerb für Kinder mit Migrationshintergrund zu erleichtern, nicht erleichtern werde. Frauensprecherin Carmen Gartelgruber und Familiensprecherin Anneliese Kitzmüller glauben nämlich, dass sich die Situation an den Kindergärten im Städtischen Bereich (vor allem in Wien) verschärfen werde. (APA)

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