Microsoft: "Wir werden alle noch ziemlich viel von Google Wave lernen"

5. Juni 2009, 14:12
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Ray Ozzie bezeichnet das konkrete Konzept aber auch als "zu komplex" - Betriebssystem bleibt auch mit der "Cloud" relevant

Der Konkurrenz über sehr aufgeschlossen, präsentierte sich der Leiter der Softwareentwicklung bei Microsoft: Man müsse Google dafür loben, dass das Unternehmen mit Wave einen solch riesigen Task wie die Umformung der Online-Kommunikation angeht, so Ray Ozzie laut eines Berichts von CNET.

Positiv

"Wir als Industrie werden hoffentlich alle noch ziemlich viel von Google Wave lernen", so Ozzie. Vor allem hofft er darauf durch das Service mehr über die realen Bedürfnisse der BenutzerInnen zu erfahren, ob eher einzelne Services wie Mail oder Instant Messaging gewünscht werden, oder doch eine Mischung a la Wave.

Anti-Web

Gleichzeitig äußert der Microsoft-Entwicklungschef aber auch Kritik an der konkreten Umsetzung durch Google. Diese sei viel zu kompliziert und damit eigentlich "Anti-Web", etwas das in Zukunft noch ein Problem darstellen könnte.

Netbooks

Ein weiterer Bereich zu dem sich Ozzie äußerte ist der Netbook-Boom, so sei mittlerweile klar, dass die BenutzerInnen kein abgespecktes Browser-System sondern ein vollständiges Betriebssystem samt Office auf ihren Rechnern wollten. Insofern sei das Netbook mehr ein Mini-Laptop, eine Aufgabe für die er das eigene Unternehmen mit Windows 7  bestens gerüstet sieht.

Alternativen

Auf der ARM-CPU-Architektur basierenden Mini-Rechner gibt er hingegen keine große Zukunft, auch im Netbook-Bereich werden weiterhin x86-Prozessoren dominieren. Eine Entwicklung, die natürlich Microsoft zugute kommen würde, ist man doch im Vergleich zu anderen Betriebssystemen wie Linux wesentlich weniger flexibel in CPU-Fragen. (red)

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    Ray Ozzie, Leiter der Softwareentwicklung bei Microsoft

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