Hausfrauen und -männer gestresster als Manager

05. Juni 2009 15:50

Dauerbelastung durch Erziehung und finanzielle Sorgen - Muskelverspannungen, Rückenschmerzen, Erschöpfung und Burnout als Folgen

Hamburg - Frauen und Männer die sich der Hausarbeit und der Erziehung ihrer Kinder widmen, leiden stärker als andere Bevölkerungsgruppen an Stress. Das zeigt eine repräsentative Befragung über das Stressempfinden von 1.000 Erwachsenen der deutschen Techniker Krankenkasse . 95 Prozent der Hausfrauen klagen über Stressbelastung, die bei 38 Prozent sogar ständig andauert. Stress ist in dieser Gruppe somit häufiger als bei Führungskräften der Wirtschaft anzutreffen.

"Das Image einer Frau, die zu Hause bleibt, ist in der heutigen Gesellschaft eher negativ behaftet. Man belächelt sie, nimmt den hohen Druck, unter dem sie steht, jedoch kaum wahr. Das belastet das Selbstwertgefühl enorm", berichtet Inga Lund, Mitautorin der Studie. Ähnliches zeigte sich auch bei den Hausmännern.

Perfektionismus stresst

Familien werden immer kleiner, doch der Stress nimmt zu. Schuld daran ist nicht zuletzt die Erwartungshaltung im Kopf der Eltern. "Das Kind soll gut in der Schule sein, Sport betreiben und Instrumente erlernen. Gingen Kinder früher zu Fuß zur Schule, werden sie nun in der Früh hingebracht und zu Mittag wieder abgeholt", so Lund. Der Vergleich zwischen den Fähigkeiten der Kinder - ein häufiges Gesprächsthema zwischen Müttern - nehme oft Ausmaße eines Wettstreits an und erhöhe den Druck noch zusätzlich, eine perfekte Mutter sein zu wollen.

Abhängigkeit vom Partner

Neben der Sorge um die Kindern schüren auch finanzielle Ängste den Stress. Vier von zehn im Haushalt Tätige quält die Sorge um den Lebensunterhalt, vor allem Hausmänner sind davon betroffen. Anlass zur Sorge gibt unter anderem die Altersvorsorge wegen der Abhängigkeit vom Partner. Dass viele neben der Kindererziehung einem Beruf nachgehen, ist in vielen Familien finanzielle Notwendigkeit. "Erwerbstätigkeit kann den Selbstwert heben. Die Doppelbelastung von Arbeit und Kind vereitelt jedoch Ruhepausen und führt in vielen Fällen zu Erschöpfung bis hin zu Burnout", so die Forscherin.

Psychische und körperliche Spuren

Seine Spuren hinterlässt der häusliche Stress in der körperlichen und seelischen Gesundheit der Betroffenen. Sieben von zehn Hausfrauen - deutlich mehr als der Bevölkerungsschnitt - klagen über Muskelverspannungen und Rückenschmerzen, dahinter rangieren Erschöpfung und Burnout. Auch Ängste, Schlafstörungen oder Depressionen sind in dieser Gruppe weit häufiger anzutreffen als anderswo. Frauen verzichten häufiger auf eigene Interessen zugunsten des Partners oder der Familie, jede zweite kämpft damit, dass sie es immer allen recht machen will. Wer sich darüber hinaus um kranke oder ältere Angehörige kümmert, bezeichnet diese zusätzliche Tätigkeit in vielen Fällen als Hauptbelastung.

Nur jede zwanzigste Hausfrau gab an, nie unter Zeitdruck zu stehen. Lund empfiehlt Hausfrauen und -männern nicht mit Selbstzweifeln zu hadern und ein besseres Zeitmanagement einzuhalten, das fixe Freizeit mit einplant. (pte/red)

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Rattenjaguar
12.08.2009 13:13

ach ja: und diese Fernsehhausfrauen sind ja keine ernst zu nehmenden Beispiele!!! Die Promi Frauen haben ja auch Haushaltshilfe, Kindermädchen und Co. Und geben dann noch an was sie alles unter einen Hut bringen....
Doppelbelastung: Die kommt bei Frauen zwangsläufig, wenn sie nebenbei arbeiten gehen. Meist putzt die Frau noch nach der Arbeit und muß auch zu Hause noch 100% geben. Männer können dagegen gut über die Hausarbeit hinwegsehen " Wo ist da der Dreck?!" ;-)

Rattenjaguar
12.08.2009 13:04

Also, ich finde Kinder und Haushalt nicht ohne. Und es ist leider so, daß diese Arbeit wenig honoriert wird, da sie als selbstverständlich gilt. Leider kann sich auch nicht jeder leisten, die Kinder mal abzugeben. Und die Großeltern haben auch noch ihr eigenes Leben (aber Großeltern sind wenn Kinder da sind ein eigenes Kapitel). Ich bewundere jede Frau und jeden Mann, die/der zu Hause bleibt. Wobei ich glaube, viel mehr würden zu Hause bleiben, wenn es finanzierbar wäre. Und leider ist auch die Erziehung noch so, daß den Buben anerzogen wird, daß die Frau für den Haushalt zuständig ist und für die Kinder. Ein Umdenken fängt schon bei der Erziehung also an. Hausarbeit ist ARBEIT!

Strichcode am Genick
09.07.2009 22:36
kein wunder

manager arbeiten nicht

Speedle
25.06.2009 01:18

Stress hat man nicht, Stress macht man sich.

Andersdenkender
26.06.2009 14:06
nur dass man

sich das nicht wirklich aussuchen kann....

der satz impliziert ein "selbst schuld" - dem ist nur teilweise so.

Speedle
27.06.2009 00:09

Von meinen Standpunkt aus, trifft dieser Satz auf mich zu.

Ich gebe Ihnen recht, dass dieser Satz "selbst Schuld" impliziert, aber ist es nicht denoch wichtig darauf hinzuweisen, dass jederman für sein Leben selbst verantwortlich ist?

redthunder
25.06.2009 14:40
werter Herr auf Speed

Es ist nicht gestattet sich auf Drogen zusetzen,um weniger Stress zuhaben....

Speedle
26.06.2009 13:32

Behauptet jemand der sich "Red Thunder" nennt? ;-)

redthunder
14.06.2009 16:21
Kinder töten alles!!!

Es sind drei,und sie sind niedlich wenn sie schlafen. Ansonsten zerstören sie alles:Fernseher,Geschirr,Radios,Türen,Wände,einfach alles,was in einem Haushalt zufinden ist.Das wäre ja nicht schlimm,wenn sie nebenbei nicht zusätzlich die Seele,die Ehe und das Sexualleben zerstören würden. Das sind von den Medien und den bösen Menschen,die einem nur Schlechtes wollen propagierte Lügen.Es wir uns vorgegaugelt,dass Kinder in einer Familie dazugehören,sonst ist man nicht vollwertig. Kinder heilen nicht,sie zerstören schleichend den Lebensgeist......

Richard Ebner
05.08.2009 18:29
Um Gottes Willen ...

... was ist denn mit Ihnen los. Holen Sie sich bitte Hilfe!

redthunder
05.08.2009 19:27
SUPERKLUG

wissen sie was hilfe kostet. der billigste babysitter ist vom omadienst und kostet 6€/std (wohlgemerkt eine OMA!!!!!). sollte man die haustür überhaupt zukriegen ist man dann weiteren kosten ausgesetzt. bsp. eine kinokarte (6-9€ x2), vielleicht ein schlichtes essen (40€). kalkulieren sie mal HILFE. die kostet für ca. 5std- 100€. mein mann und ich arbeiten ohnehin rund um die uhr nur um die extremen lebenshaltungskosten zu decken. ein kind pro monat in OESTERREICH kostet ca. 1000€ (x3) + strom +betriebskosten+auto+sonst. = ca. 6000€/monat. wer soll sich da bitte hilfe leisten sie klugscheisser.

Endlichdreißig
19.09.2009 10:13

Familienberatungsstelle?

Speedle
25.06.2009 01:19

Jeder lebt halt seinen Masochismus anders aus.

Kelte No-rig
23.06.2009 17:37

das haben sie sich selbst eingeredet niemand zwingt sie kinder zu haben,

TimToms Vanderbild
 
19.06.2009 17:57
REDHUNDER


bin 100%ig ihrer meinung, aber damit noch nicht
genug wenn sie endlich erwachsen und ausge-
zogen sind "beglücken" sie mich mit einer schar
enkelkinder,die ich beaufsichtigen aber bloss
nicht belehren darf,denn dazu bin ich zu
"altmodisch" in meinen erziehungsmethoden,
was bin ich froh,dass ich dieses"glück" nur
beobachten aber nie selbst erleben musste.

Endlichdreißig
19.09.2009 10:15

"Der Mensch besteht zu 93% aus Wasser, der Rest ist Einstellung."
- und das betrifft auch die Einstellung zu den Kindern. Wenn man mit DER Einstellung Kinder & Enkelkinder hat, wird's nicht gut laufen in der Familie...

holy genstadt
10.06.2009 13:42
wirklich alles subjektiv...

kommt vielleicht daher, daß manager einen besseren umgang mit stress haben / mehr gewohnt sind, mit stress umzugehen / seminare besucht haben wie man stress richtig abbaut / ... / ... ich wage zu bezweifeln, daß "eine hausfrau" zugang zu solchem wissen hat....

Hermine Berg
 
12.08.2009 03:51
der manager

geht abends nach hause. die hausfrau uebernachtet an ihrem arbeitsplatz. vom nachtdienst spreche ich gar nicht

Kontrahent1
07.06.2009 18:46
Ich gehöre zu den Privilegierten,

deren Mutter zu Hause war. Ganz einfach eine von A. Schwarzer sosehr verachtete 'Hausfrau' welche in schwierigen Zeiten ohne all die technischen Unterstützungen das Haus für meine Brüder und meinen Vater perfekt führte. Dabei fand sie noch Zeit für ihre Interessen und war eine attraktive Frau. Diese 'beste Mutter von allen' wird in meinem Herzen immer ein Denkmal der Dankbarkeit haben. (Ich war übrigens beruflich recht erfolgreich und habe für meine Firma Ergebnisse geschafft wie weder vorher noch nachher. Ich glaube kaum, daß sich noch jemand dort an mich erinnert)

jaws
08.06.2009 08:29

Das ist aber schön! Ich hoffe sehr, dass Du und Deine Brüder Euren Kindern ebenfalls dieses "Privileg" gönnt und für sie zu Hause bleibt.

Kontrahent1
08.06.2009 10:31
Aufgrund der gemachten Erfahrung:

Ja natürlich !

greenIT
07.06.2009 13:01
naja

alles subjektiv. die lehrer fühlen sich ja auch gestresst

I bis
07.06.2009 01:17

Ich (männlich) war ein Jahr bei meinen Kindern zuhause. Meine Tipps (sofern jemand solche lesen will) wären:

Man muss nicht perfekt sein, denn Kinder sind wunderbar und stark. Sie halten sogar "schlechte Eltern" zwischendurch ohne bleibenden Schaden ohne weiteres aus, solange das schlechte Benehmen der Eltern nicht chronisch ist.

Abwechslung tut gut. Zwischendurch raus, nicht ununterbrochen Kinder als Lebensinhalt, und wenn es nur ein paar Sätze übers Wetter mit einem Nachbarn sind.


PS: Ich kann allen Vätern nur empfehlen, in Karenz zu gehen, es bereichert sehr.

MiNeum71
 
05.06.2009 22:21


Das kommt dabei heraus, wenn man ausschließlich aufgrund von Befragungen Wissen generieren möchte.

Tatsache - Fakt - ist, daß Hausfrauen/-männer eine höhere Lebenserwartung haben als jene Frauen/Männer, die mindestens 40 Jahre ganztätig berufstätig sind.

Da hat jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht.

Toni_Montana
 
06.06.2009 23:06

das könnte daran liegen, dass personen mit kindern älter werden als kinderlose. letzteren fehlt im alter der sinn.

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