Facebook & Co: AK rät zu sorgsamem Umgang mit persönlichen Daten

5. Juni 2009, 11:40
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Forderung nach mehr Schutz für Internet-User - Neuer Ratgeber mit Tipps zum Schutz der Privatsphäre

Soziale Netzwerke wie Facebook oder My Space boomen. Weltweit sind nach Betreiberangaben allein bei Facebook 200 Millionen Menschen angemeldet, rund 500.000 davon in Österreich, hieß es am Freitag in einer Aussendung der Arbeiterkammer (AK). "Was immer Sie im Internet machen, hinterlässt Datenspuren, die bestens geeignet für Personenprofile sind", warnte Konsumentenschützerin Daniela Zimmer, "Gehen Sie daher sorgsam mit persönlichen Informationen um." Die AK fordert deshalb mehr Schutz für Internet-User.

"Veröffentlichte Bilder und Texte sind oft nur noch schwer zu entfernen"

Datenschützer hätten zunehmend Sorge, wie freizügig die Nutzer bei ihren Angaben über sich oder andere sind und wie einfach das Anlegen von kommerziellen Interessens- und Verhaltensprofilen über jeden einzelnen Nutzer ist. "Veröffentlichte Bilder und Texte sind oft nur noch schwer zu entfernen", so Zimmer.

Personensuchmaschinen liefern kompakte Profile über alle Informationen zu einer Person im Netz, entsprechende Verwechslungsgefahr mit namensgleichen Personen inklusive. Cyber-Mobbing kommen ebenso vor wie Identitätsklau bei schlechter Datensicherung. Die Netzwerke - zuletzt Facebook - sind laut AK auch Ziel von Phishingangriffen. Das Sammeln von Surfprofilen und vom Nutzer selbst erzeugten Inhalten ermöglicht die auf Webseiten geschalteten Werbungen stark zu individualisieren. Zimmer: "Eine so zielgenaue Kundenansprache gibt es nur online."

Rechte

Die AK fordert mehr Schutz für Internet-User. So sollten die Web 2.0-Nutzer die Kontrolle über einmal im Internet veröffentlichte Daten stets behalten. Sie sollten das Recht haben, für selbst erzeugte Inhalte ein Verfallsdatum vorzusehen und personenbezogene Daten auf Wunsch wieder löschen können. Derzeit sind die Nutzer auch bei den einfachsten Datenschutzmaßnahmen auf den guten Willen der Anbieter angewiesen. Jeder Dienste-Anbieter sollte die Nutzung auch mit einem Nicknamen oder Pseudonym ermöglichen und Suchmaschinenzugriffe von der Zustimmung der Betroffenen abhängig machen, verlangt nun die AK. (APA)

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