Ein guter Autofahrer sein

10. Juni 2009, 16:49
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"Sind Schaltpunktfahrer bessere Menschen?", wollte der Kollege von mir wissen. Prinzipiell: Ja.

Weil alle, dich sich bemühen und etwas für die Umwelt - oder weniger gegen sie - tun, bessere Menschen sind als jene, denen das völlig egal ist.

Im Auto gibt es da etliche Möglichkeiten. Eine davon: die Schaltpunktanzeige (sofern vorhanden) beachten und sich danach richten. Im Großen und Ganzen heißt das: immer untertourig unterwegs sein. Spart auch Sprit.

Und prinzipiell weiß ein jeder, der sich mit seinem Bordcomputer spielt, dass man bei vollem Tank die Reichweite um mehrere hundert Kilometer verändern kann, je nachdem ob man vorsichtig 120 km/h auf der Autobahn lupft oder ordentlich in die Eisen steigt und den Motor heulen lässt.

Den ersten Schritt zum besseren Menschen setzt man vernünftigerweise schon bei der Anschaffung des Fahrzeugs. Porsche, Lambo oder Jaguar: ganz böse. Im Grunde genommen alles, was automobil Spaß macht. Spar-Kombi: gut. Meistens ist man dabei auch auf der vernünftigen Seite und spart Geld.

Das Sparen ist leider auch umgekehrt ein Argument: Das Drei-Liter-Auto wäre heute schon selbstverständlicher Alltag, wenn es auch in der Anschaffung günstig wäre. So haben die Autokonzerne aber einsehen müssen, dass die Leute nicht mehr zahlen wollen, um die Umwelt zu schützen. Sparen ist eben super. Nicht nur beim Spritverbrauch, sondern auch beim Autokauf.

Letztendlich wird es nicht reichen, an das gute Gewissen zu appellieren, die gute Tat und das gute Auto werden sich einstellen, wenn es auch finanziell einen Vorteil bringt. (Michael Völker/DER STANDARD/Automobil/5.6.2009)

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    Böser Jaguar. Der Spritverbrauch großer Autos fällt umwelttechnisch ins Gewicht.

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