Hundstorfer rechnet mit 62.000 Kurzarbeitern

5. Juni 2009, 13:20
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Sozialminister trotzdem "vorsichtig optimistisch"

Klagenfurt - Mit Ende Juni arbeiten rund 62.000 Menschen in 347 Betrieben kurz, aber die weitere Entwicklung sei schwer abschätzbar, erklärte Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) am Freitag bei einer Pressekonferenz in Klagenfurt. Er sieht die wirtschaftliche Situation trotzdem mit "einem leichten, vorsichtigen Optimismus", auch wenn man für Herbst mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit rechnen müsse, so der Sozialminister.

Hundstorfer stützt seine Zuversicht auf einzelne positive Meldungen. So sei die Arbeitslosigkeit in Österreich als einzigem EU-Land gegenüber dem Vormonat leicht zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote betrug im April 7,1 Prozent und reduzierte sich im Mai auf 6,6 Prozent. In Kärnten lag sie im April bei 9,5 Prozent und im Mai bei acht Prozent.

Weitere Lichtblicke aus der Sicht des Ministers: Im General Motors Werk im niederösterreichischem Aspang werde wieder voll gearbeitet, das gleiche gelte für den Filterhersteller Mahle im Südkärntner Ort St. Michael ob Bleiburg. Beim Chiphersteller Infineon in Dresden sei die Kurzarbeit abgebrochen worden, weil ein Auftrag des finnischen Handyherstellers Nokia hereingekommen sei. In Villach wird weiter kurzgearbeitet.

Die stabile Situation im Handel, der bisher wenig betroffen ist, führt Hundstorfer auf die Steuerreform zurück, welche die Kaufkraft der Österreicher gestärkt habe. Nach wie vor Sorgengruppen seien die Jugendlichen sowie die 19- bis 24-Jährigen. Letztere Gruppe sei mit rund 40.000 Arbeitslosen stabil, durch die Aktion "Zukunft Jugend" habe man bereits 19.000 Personen neue Jobs vermitteln könne, sagte der Minister. (APA)

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