Bing trickst un­be­ab­sichtigt Porno-Filter aus

5. Juni 2009, 10:46
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Vorschaufunktion der Videosuche sorgt für Aufregung - Übliche Filter funktionieren nicht - Microsoft bessert nach

Mit Bing hat Microsoft unlängst seinen Ambitionen im Suchmaschinenbereich verstärkt, vor allem über neue Features will man sich von der bislang übermächtigen Google-Konkurrenz absetzen. Auf besonders positives Feedback ist dabei die neue Video-Suche gestoßen, bietet diese doch eine integrierte Vorschaufunktion. Wird der Mauszeiger über den Thumbnail zu einem Suchergebnis platziert, wird hier direkt das entsprechende Video angespielt.

Porno-Portal

Eine Funktion, die Microsoft in den letzten Tagen aber auch bereits einigen Ärger eingebracht hat, hat man doch offenbar nicht alle Eventualitäten bedacht. So bekam Bing von zynischeren ZeitgenossInnen schnell den Namen "Porno-Portal" verpasst, lassen sich doch über die Suche auch entsprechende Videos darstellen.

Problem

Die Problematik ergibt sich daraus, dass auf diese Weise sämtliche Internet-Filter - sei es für Unternehmen oder auch aus Kinderschutzsicht - ausgetrickst werden. Das Abspielen der Videos erfolgt schließlich direkt über Bing - das wiederum als Suchmaschine nicht auf entsprechenden Block-Listen steht.

Parameter

Microsoft hat auf diese Kritik nun reagiert: In einem Blog-Posting erläutert  man zwar, dass man entsprechende Inhalte nicht vollständig ausnehmen will, verweist aber darauf, dass zur Darstellung schon jetzt die SafeSearch-Filter von Bing manuell abgeschalten werden müssen. Trotzdem geht man etwas auf die KritikerInnen zu, über das Anhängen des Parameters von "&adlt=strict" an eine Suche lassen sich die strikten Filterregeln erzwingen. Etwas, das etwa Netzwerk-AdministratorInnen mittels Firewall oder anderen Sicherheitsprodukten strikt umsetzen können. (red)

  • Die Bing-Video-Suche. Mostly harmless.
    montage: redaktion

    Die Bing-Video-Suche. Mostly harmless.

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