Virtuelle Gedenkstätte für getötete Journalisten

5. Juni 2009, 08:10
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"Reporter ohne Grenzen" startet neue Webseite - Hintergrundinformationen und biografische Daten online

Im Gedenken an die mehr als 2.000 Journalisten, die seit Ende des Zweiten Weltkriegs in Ausübung ihrer Arbeit getötet wurden, wurde eine Internetseite geschaffen, die ab Freitag unter www.thejournalistsmemorial.org zugänglich ist. Die Initiative geht auf "Reporter ohne Grenzen", "Centre de Doha" sowie die französische Stadt Bayeux zurück, die jährlich einen Preis für Kriegskorrespondenten vergibt.

Liste

Das neue virtuelle Memorial umfasst eine Namensliste von 2.074 Journalisten, die seit der Befreiung Frankreichs von der Besatzung durch Nazi-Deutschland im Jahr 1944 in Ausübung ihres Berufs getötet wurden. Über jeden einzelnen der Journalisten sind biografische Daten sowie Angaben über die Umstände des Todes und den historischen Kontext seiner Aktivität aufzurufen. Überdies stehen auch vergleichende Daten über die Anzahl der getöteten Journalisten in den verschiedenen Ländern sowie zu unterschiedlichen geschichtlichen Perioden zur Verfügung.

Öffentlichkeit

Den Pressefreiheits-Organisationen zufolge werden jedes Jahr Dutzende Journalisten getötet. Im Vorjahr waren es demnach insgesamt 59. Im Irak wurden seit Beginn der US-amerikanischen Militäraktion im Jahr 2003 bereits mehr als 220 Reporter getötet. "Leider weist nichts darauf hin, dass sich die Lage in Zukunft verbessern wird", hieß es. Das Internet-Memorial sei "eine Methode, um die Öffentlichkeit daran zu erinnern, dass die Verteidigung der Freiheit nicht nur eine Angelegenheit der Journalisten ist, sondern jeden von uns betreffen sollte". (APA)

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