Brammertz lobt Serbiens Zusammenarbeit mit UN-Tribunal

4. Juni 2009, 22:29
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Belgrad erfüllte Mehrzahl der Anfragen

New York - Serbien hat nach den Worten des Chefanklägers des UN-Kriegsverbrechertribunals für Ex-Jugoslawien, Serge Brammertz, seine Zusammenarbeit bei der Suche nach Kriegsverbrechen verbessert. Seit seinem letzten Bericht vor dem UN-Sicherheitsrat Ende des vergangenen Jahres habe Belgrad Fortschritte in der Kooperation gemacht, sagte Brammertz am Donnerstag vor dem Gremium. Die Mehrzahl der Anfragen seien von Belgrad erfüllt worden, darunter auch Anträge auf Zugang zu Dokumenten und Archiven.

Die Zusammenarbeit bei der Suche nach untergetauchten Verdächtigen sei auf serbischer Seite professioneller und effizienter geworden, sagte Brammertz. Er hoffe, dass diese positive Entwicklung sich auch während anstehender Prozesse gegen mutmaßliche serbische Kriegsverbrecher fortsetze. Auf der Fahndungsliste stehen noch immer der ehemalige bosnisch-serbische Armeechef Ratko Mladic, der seit 13 Jahren auf der Flucht ist, und der frühere Serbenführer in Kroatien, Goran Hadzic.

Der für die Zusammenarbeit mit dem Tribunal zuständige serbische Minister Rasim Ljajic begrüßte die Beurteilung Brammertz' als "Schritt hin zu einem vollständigen Vertrauen in Belgrad". Der Bericht des Chefanklägers sei der bisher beste, der Serbien ausgestellt worden sei, sagte Ljajic dem Fernsehsender B92. (APA)

 

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