Ein Drittel der Österreicher spürt bessere Umwelt

4. Juni 2009, 18:41
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Vergleichsweise hohe Zufriedenheit - 34 Prozent halten die Umweltsituation in ihrer Wohngemeinde dagegen für überdurchschnittlich gut

Linz - Nur 15 Prozent der Österreicher meinen, dass sie in einer Umgebung mit unterdurchschnittlicher Umweltqualität wohnen. 34 Prozent - vor allem im ländlichen Raum - halten die Umweltsituation in ihrer Wohngemeinde dagegen für überdurchschnittlich gut. Die Hälfte der Befragten sieht sich gerade gleich gut oder schlecht gestellt wie der Rest der Österreicher.

Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Linzer Market-Instituts für den Standard hervor. Dabei wurden 400 Wahlberechtigte aus ganz Österreich befragt. Eingebaut war eine dynamische Komponente: "Ist die Umweltsituation in Ihrer Wohngegend heute eher besser, etwa gleich gut oder eher schlechter als vor 20 Jahren?" Auch hier sagten 34 Prozent, dass sie eine Verbesserung beobachtet hätten - nur 22 Prozent fühlen eine Verschlechterung.

Market-Chef Werner Beutelmeyer verweist auf stark unterschiedliche Wahrnehmungen von Männern und Frauen: "44 Prozent der Männer, aber nur 24 Prozent der Frauen erleben eine Verbesserung der Umweltsituation in ihrer Umgebung, Frauen sind da also deutlich sensibler und kritischer. Besonders positive Entwicklungen der Umweltsituation sehen Anhänger von SPÖ und Grünen, besonders negative die Freiheitlichen." Auch in den Landeshauptstädten und in Wien werde überwiegend von einer Verschlechterung der Umweltsituation berichtet, am Land dagegen von einer Verbesserung.

Market hinterfragte auch den Mythos vom "Umweltmusterland Österreich": 39 Prozent der Befragten meinen, dass die heimische Umweltpolitik erfolgreicher wäre als der EU-Schnitt, nur elf Prozent halten die österreichische Umweltpolitik für weniger erfolgreich als jene anderer EU-Länder. (cs, DER STANDARD - Printausgabe, 5. Juni 2009)

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