Rochaden bei Wiener Modepreisen

4. Juni 2009, 17:55
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Im Wiener Semperdepot hatte manch einer ein Déjà-vu

Als im Wiener Semperdepot Mittwochabend die alljährlichen Modepreise verliehen wurden, hatte manch einer ein Déjà-vu. Die Namen der Nominierten glichen verblüffend jenen, die im letzten Jahr auf der Shortlist waren. Das förderte wilde Theorien: Entweder gebe es im Lande nur eine Handvoll preiswürdiger Designer, oder man würde eben so lange nominiert, bis man zum Zuge kommt.

Für Letzteres sprechen die Tränen der Christina Berger. Die coole Designerin weinte im vergangenen Jahr hemmungslos, als sie wider Erwarten leer ausging. Heuer trocknete sie die Freudentränen, als sie den Modepreis der Stadt Wien überreicht bekam. Diesen hatte im Vorjahr Christiane Gruber (Awareness&Consciousness) erhalten. Sie nahm jetzt den Preis für internationale PR entgegen.

Das war dann manch einem wieder zu viel: Zwei Preise an zwei hintereinander folgenden Jahren widersprächen dem gesunden Gerechtigkeitsempfinden - vor allem weil der ewig preisverdächtige Wilfried Mayer schon zum zweiten Mal durch die Finger schaute. Außer Streit stand nur der Modepreis des BMUKK: Ihn erhielt Ali Zedtwitz. Gut, dass sich niemand daran erinnerte, dass sie im vergangenen Jahr den RONDO-ModePreis bekommen hat. (hil, DER STANDARD - Printausgabe, 5. Juni 2009)

 

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    Den Modepreis der Stadt Wien erhielt heuer Christina Berger.

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