Wirbel um Abschiebung nach Nigeria

4. Juni 2009, 17:52
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Salzburger Landeshauptfrau Burgstaller hatte Innenministerin gebeten, Fall noch einmal zu prüfen

Salzburg  - Die Abschiebung eines in Leogang lebenden Nigerianers sorgt für Unmut gegenüber Innenministerin Maria Fekter. 

Die Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller hatte zuvor bei Fekter vorgesprochen, man möge von der Abschiebung des gut integrierten Leogangers absehen, zumal die lokale Bevölkerung und die Bürgermeisterin sich vehement für dessen Verbleib eingesetzt hatten. Doch Fekter blieb hart - Dienstag nachmittag wurde der 25-Jährige nach Nigeria abgeschoben.

Leogangs Bürgermeisterin Helga Hammerschmied-Rathgeb und der bisherige Dienstgeber des 25-jährigen Afrikaners hatten bis zuletzt ans Innenministerium appelliert, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, da der Nigerianer sehr gut in der Gemeinde und im Arbeitsleben integriert sei.

"Sehr gut integriert"

"Der junge Mann ist bei uns sehr gut integriert. Er betreut neben seiner Arbeit noch eine ältere Dame, die sich auch um ihn kümmert. Ich verstehe nicht, warum man jemanden abschiebt, der sich in unsere Gemeinschaft gut einfügt und überall beliebt ist", so Bürgermeisterin Hammerschmied-Rathgeb im ORF.

Landeshauptfrau Gabi Burgstaller hatte zuletzt bei Fekter vorgesprochen, worauf die Ministerin eine Prüfung humanitärer Gründe zugesagt haben soll. Diese Möglichkeit wäre Fekter rein rechtlich zugestanden, so Burgstaller - doch die Abschiebung kam dem zuvor.

Menschenrechtsorganisationen hatten Dienstag nachmittag gegen die Abschiebung des Leogangers und sieben weiterer Nigerianer protestiert. ((APA, red)

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