Siemens-Senioren klagen Pensionserhöhung ein

4. Juni 2009, 17:32
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Betriebliche Pensionskasse unter Wasser - "Führungskreis" besteht auf Valorisierung

Wien - Nach Streikankündigungen droht der Siemens AG Österreich nun Ungemach von den Pensionisten. Ihre Pensionen wurden 1998 an die Siemens-Pensionskasse ausgelagert - und die hat angesichts der Aktienmärkte kräftig verloren.

2008 lag das Veranlagungsergebnis mit 18,63 Prozent im Minus. Laut Siemens Österreich wäre daher nun eine Pensionskürzung von 16,7 Prozent fällig - angesichts der "ernsten und einmaligen Situation" habe man sich zu einer Nachschusszahlung von 16 Mio. Euro entschlossen, "um Auswirkungen für die betroffenen Pensionisten abzufedern". Die Kürzung der Pensionen liege daher bei 14,5 Prozent.

Damit wollen sich etliche Pensionisten nicht abfinden, rund 100 Ex-Mitarbeiter aus dem "Führungskreis" (sie hatten Einzelverträge mit hohen Zusatzpensionen) werden nun Klage einbringen. Sie berufen sich auf den Prospekt.

Demnach werden "die laufenden Pensionen in Abhängigkeit zum Veranlagungserfolg aufgewertet. Diese Aufwertung wird in jedem Fall 1,5 Prozent pro Jahr betragen." Darin sehen die Senioren eine Garantie, die Gegenseite nicht: Die 1,5 Prozent seien vom Veranlagungserfolg abhängig, "und den gibt es nicht". (gra, DER STANDARD, Printausgabe, 5.6.2009)

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