Goldpreis flirtet wieder mit 1000-Dollar-Marke

4. Juni 2009, 15:51
5 Postings

Schwacher Dollar, steigende Inflationsängste - zwei Mal hat der Goldpreis bisher die psychologisch wichtige Marke von 1000 Dollar je Feinunze überwunden

Wien - In Zeiten der Krise wird Gold "als sicherer Hafen" gesehen. Die steigende Nachfrage lässt die Preise aber steigen. Aktuell kostet eine Unze laut Münze Österreich rund 976 Dollar (687 Euro) - nach 877 Dollar vor einem Jahr. Wenn in den nächsten Monaten "nichts wirtschaftlich und politisch Brisantes passiert", sollte sich der Goldpreis über den Sommer zwischen 950 und 1.000 Dollar je Unze einpendeln, sagte Erste-Bank-Goldexperte Eduard Büchler am Donnerstag.

Wenn sich in der nächsten Zeit etwas tut, "dann erst im Herbst". Das Preis könnte dann auf 1.100 bis 1.200 Dollar ansteigen, so Büchler. Einen "starken Anstieg" schließt der Experte für heuer aus.

Die Münze Österreich hat den Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 mehr als vervierfacht, von 267 Mio. Euro auf gut 1,2 Mrd. Euro. Zurückzuführen sei das Umsatzplus auf den gestiegenen Goldpreis der letzten Monate, sagte Bernhard Urban am Donnerstag zur APA. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) stieg lediglich um 6,9 Prozent auf 61,8 Mio. Euro (2007: 57,8 Mio. Euro).

Die Angst vor Inflation und wirtschaftlicher Instabilität hat die Nachfrage nach Gold im ersten Quartal 2009 weltweit stark ansteigen lassen. Im Jahresabstand wurde ein Anstieg um 38 Prozent auf 1.016 Tonnen beobachtet, teilte der "World Gold Council" (WGC) kürzlich mit. In Österreich wurden 22,7 Tonnen verkauft - nach 1,9 Tonnen im ersten Quartal 2008. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Der Goldpreis profitiert vom schwachen Dollar.

Share if you care.