Atheisten-Werbung jetzt auch in Wien

04. Juni 2009, 15:04
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    Sujet für Wiener Busse.

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    Die erste Kampagne in London.

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    Es folgte unter anderem Barcelona.

Kampagne startete im Jänner in London - In Deutschland und Italien lehnten Verkehrsbetriebe mehrerer Städte die Sujets ab, so Super-Fi-Geschäftsführer Alm

"Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott. Werte sind menschlich. Auf uns kommt es an". Nach Stationen in London und Genua sind Sujets mit dieser Botschaft seit 5. Juni auf Bussen der Linien 13A und 14A  in Wien zu sehen.

Hinter der Aktion stehen humanistische und atheistische Organisationen in Österreich. Ihr Ziel ist es, eine Diskussion um die Rolle von Religion in der Politik in Gang zu bringen.

Die Sujets gehen auf eine Werbeaktion britischer Atheistinnen und Atheisten zurück und werden seitdem international verwendet.

"In Deutschland und Italien haben die Verkehrsbetriebe mehrerer Städte die Sujets aus Angst vor öffentlichem Protest abgelehnt", sagt Niko Alm, Geschäftsführer von Super-Fi, der Agentur, die die Kampagne unentgeltlich abwickelt. "Dass es in Wien besser läuft, ist ein gutes Zeichen. Immerhin gibt es allein in der Bundeshauptstadt hunderttausende Menschen ohne religiöses Bekenntnis", so Martin Luksan, Bundesvorsitzender des Freidenkerbunds. Katholische Werbung auf Bussen und Plakatflächen sei selbstverständlich, "jetzt verschaffen sich einmal die Konfessionslosen Gehör".

Die Aktion ist auf einen Monat befristet. Für die Weiterführung gibt es ein Spendenkonto. "Im Gegensatz zu Religionsgemeinschaften verfügen wir nicht über die finanziellen Mittel, eine solche Kampagne flächendeckend und unbefristet weiterzuführen", so die Initiatoren. (red)

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dr. hugo hugo
08.06.2009 14:24
Wiener Linien ziehen Zustimmung zurück

http://www.buskampagne.at/2009/06/0... ng-zuruck/

wär ja auch zu schön gewesen

Datum, Uhrzeit:
07.06.2009 23:22
unglaublich eigentlich

das festhalten am glauben an gott.

erinnert mich an rhesus-affen. eine der affenarten,
die (im gegensatz zu weiter entwickelten) einfach nicht verstehen kann, dass das im spiegel nicht ein feind sondern nur ihr abbild ist, das sie ad finitum bekämpfen möchten.

bis zu ihrem tod.

neonM
07.06.2009 19:23
oje

man brauch doch keine 478 postings um zu sagen: gute und wichtige werbung!

es einfach nur darum mal genauer darüber nachzudenken + ein wenig bildung kann auch nicht schaden

religionen sind ja nur "traditionen" nicht mehr und nicht weniger

neonM
07.06.2009 21:34
oje oje

ich hätt mein posting lieber mal durchlesen sollen, anstatt im eifer des gefechtes solche rechtschreibfehler zu fabrizieren....
mein bildungsstand wurde finanziert vom flaschenpfand :)

korrigiert solls natürlich folgendermaßen lauten: es geht einfach nur darum mal genauer über die religionsfrage und die sinnhaftigkeit einer religion an sich nachzudenken - was oftmals durch erhöhten bildungsstand zu anderen resultaten führt

socke schorsch
06.06.2009 21:46
GOTT ist NUR ein WORT

von
menschen

NotDarkYet
06.06.2009 21:24
10 Fragen, die jeder Christ beantworten sollte:

http://www.youtube.com/watch?v=zDHJ4ztnldQ

her wig
06.06.2009 13:12
Existenz oder Wirkung

Gott, Geld, Internet... die Frage ist doch, wie wir uns organisieren und welche Wirkungen und unerwünschten Nebenwirkungen das hat. Das Geld war mal Gold wert, das hat sich aber aufgelöst. Es funktioniert trotzdem noch. Früher hat man eben auf DEN Herrn verwiesen, um die Herren in Schranken verweisen zu können. Das blöde ist dann immer, wer kontrolliert die Kontrolle...

darkwing
06.06.2009 10:55
An "Gott" als so 'ne Art Führer/Herrscher....

....glauben sowieso nur Christen/Moslems/Juden,
also genau die drei gewalttätigsten Religionen der Menschheitsgeschichte, die sich lustigerweise im Lauf der Geschichte immer wieder untereinander gegenseitig fertigzumachen versuchten.

Es gibt weit ältere und auch weit bessere Denk-Ansätze diesbezüglich.

Credo
06.06.2009 10:23

Für die Existenz Gottes gibt es zwar etliche Beweise, der moderne aufgeklärte Mensch erkennt aber durch die Offenbarungen des Propheten, dass alles was ist, irgendwie aus dem Nichts von selbst entstanden ist, und dass daher die Gottesbeweise falsch sein müssen.

http://www.newadvent.org/summa/100... m#article3
http://www.geocities.com/sector114... rmulas.htm
http://www.lourdes-france.org/index.php... rique=1175
http://www.kath-info.de/anselm.html

Ribak
08.06.2009 15:12
müssen sie es "ungläubigen"

immer so leicht machen?

wo bleibt da die herausforderung? diesen schmarrn nimmt doch nicht mal ein kleinkind ernst ...

NotDarkYet
06.06.2009 20:33

Wenn Sie ein aufgeklärter Mensch sind, dann glauben Sie nicht an Propheten.
Wenn Sie an einen (oder mehrere) Propheten glauben, dann sind Sie nicht aufgeklärt sondern abergläubisch, rückständig und leichtgläubig.

Jon Steinberg
06.06.2009 14:47
Auf die Art kann ich auch beweisen ...

... dass man mit dem Arsch Kinder kriegen kann.

i > u
06.06.2009 13:14

hier noch 615 stichhaltige beweise:

http://www.godlessgeeks.com/LINKS/GodProof.htm

René Monet
06.06.2009 12:27
Diese "gottesbeweise"

sind in etwa so stichhaltig wie das klatschen meiner hand ...

Sortini
06.06.2009 07:46
Ein Problem des Theismus ist,

wie man hier sieht und wie es generell bei Theos-Diskussionen ist, dass der Gottesbegriff der Leute viel zu sehr theologisch (von dem cholerischen Wüterich im AT hin zum sanftmütigen guten Gott im NT etc.) und nicht philosophisch geprägt ist. Hier ist für mich nämlich schon ein ziemlicher Unterschied. Wenn man sich beispielsweise den Gottesbegriff bei Kant oder Hegel ansieht: da versuchen zwar auch zwei Christen pro Theos zu argumentieren, aber bereits nicht mehr auf eine so naive theologische Weise. Wenn ich beispielsweise an Kants Vernunftbegriffe (Seele, Welt, Gott) denke, also komplexe Begriffe, die kein Erfahrungssubstrat haben, so kann man das meiner Meinung nach auch als Antichrist nachvollziehen. Selbiges gilt für Hegels Philosophie

Credo
06.06.2009 13:03

Man kann durch verstandesmäßiges Nachdenken erkennen und beweisen, dass es Gott gibt. Die Existenz Gottes ist nicht Gegenstand des Glaubens, sondern nur eine Vorstufe dazu.
Jemand, der die Gottesbeweise nicht erfassen kann, wird aber natürlich durch nichts daran gehindert, etwas als Glaube anzunehmen, was durch Vernunft und Logik erkannt und bewiesen werden kann.

werwolfi
31.07.2009 21:03

"Man kann durch verstandesmäßiges Nachdenken erkennen und beweisen, dass es Gott gibt."

na dann lass mal hören. ich bin gespannt.

dieses "ich erkenne die wahrheit und ihr anderen die mir nicht zustimmen seid einfach zu dumm dazu" ist kein (gottes)beweis - eher im gegenteil.

René Monet
07.06.2009 21:30
Legen sie mir gott auf den tisch

als beweis. Das ist der einzige beweis, der funktioniert, wenn wir schon logisch sein wollen.

Sortini
07.06.2009 08:50
Gott ist aus meiner Sicht ein dunkler unprädizierbarer Begriff

Man könnte stattdessen auch die Begriffe Nichts, Alles oder Sein verwenden. Diese Begriffe sind alle reine Abstrakta. Hier sind meiner Meinung nach die Denkbewegungen selbst das relevante und interessante und nicht die Prädikationen (die in den jeweiligen Kulturen halt unterschiedlich sind). Aber wenn der einzelne die Macht zur Abstraktion besitzt und sein eigenes Denken zum Gegenstand des Denkens machen kann, welches wiederum zum Gegenstand gemacht werden kann usw., so ist man meiner Meinung nach eher beim Pantheismus angelangt und nicht beim Monotheismus. Der Monotheismus kommt den subordinierenden Religionen als Instrument der Macht aber wesentlich besser entgegen als ein pantheistischer oder ein holistischer "Gottesbegriff". Hmm...

Robert Southey
06.06.2009 00:35
Aus meiner Sicht, geht's so nicht.

Denn provozieren und Gläubige schikanieren, nur um aus der Irritation zu profitieren, ist weder Werbeidee noch lobenswert, sondern menschenverachtend und komplett verkehrt.

Ameise_Paul
05.06.2009 21:12
Oiso als Katholik ...

... find ichs mal grundsätzlich gut, wenn jemand für seinen Glauben grad steht. Wehleidigkeit kenne ich da keine. Und ich find auch gut, dass die österreichische Kampagne im Unterschied zur englischen bei den Werten landet.

Harald Brix-Samoylenko
05.06.2009 21:01
ich bin überzeugt davon

dass es keinen gott gibt, aber wie haben die die wahrscheinlichkeit bestimmt, die an sicherheit grenzt. so wie ich meine überzeugung, dann ist es aber eher keine wahrscheinlichkeit sondern ein glauben.
na, ja. ansonsten ist dem poster/den aussagen recht zu geben.

Jeannot81 
06.06.2009 20:30
In der seriösen Wissenschaft...

...gibt es kein zu 100% sicheres Wissen. Darum spricht man von an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, wenn es absolut keinen wissenschaftlich haltbaren Beweis für etwas gibt. Da müssen also keine Wahrscheinlichtkeiten ausgerechnet werden, es geht einfach um die Fehlbarkeit menschlicher Erkenntnis, die von der Wissenschaft anerkannt wird, darum gibts dort ja im Gegensatz zu Religion und Glauben auch immer wieder sogenannte Paradigmenwechsel, wenn als gesichert geglaubte Erkenntnis doch falsifiziert werden konnte.

her wig
07.06.2009 16:23

Geht's nicht bei Gott darum, überhaupt irgendwelche Werte, Ziele zu haben, irgendeine künstliche ("unsichtbare") Referenz? Welche, das ist egal bzw. nur im Rahmen der Gut/Böse Dualität bestimmt, die ja auch für das moderne Recht, Wissen etc. gilt, wenn auch abgeschwächt als richtig/falsch, gültig/nicht, bewiesen/widerlegt, etc.

René Monet
07.06.2009 21:35
Werte und ziele usw

brauchen keinen gott. Sie können zb jede mutter fragen, ob sie es für richtig halten würde, ihrem kind nicht zu helfen, wenn es in gefahr wäre und die antwort wäre "mit an sicherheit grenzender wahrscheinlichkeit" immer die selbe, egal welchem glauben die mutter anhängt oder ob sie atheistin wäre.

Die meisten werte können sie mit einer ähnlichen frage in verbindung bringen. Und die meisten menschen werden wiederum (größtenteils) unabhängig ihres glaubens antworten.

Mit dem problem beschäftigt sich zb das buch "moral minds", das den standpunkt vertritt, dass moral/ethik in unseren genen liegt bzw. angeboren ist.

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