Ein Jahr Umweltwurm

4. Juni 2009, 16:59
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"Was der Wurm am Umwelttag macht", lautete die Vorgabe des Großen Vorsitzenden der Automobilseiten für diese Folge. Themenbezug, bitte

Nun gut, der Wurm kackt zunächst auch am Umwelttag munter seine Hosen voll. Entsorgt werden die nassen Stinkbomben über ein System, das Kollegin Ungerboeck einmal "ökologischen Super-GAU" genannt hat. Was natürlich eine außerirdische Übertreibung ist. Die Windeln werden dabei in einem ausrollbaren Plastikschlauch gefangen, der nach jedem Einwurf einmal um die Achse gedreht und in Segmenten abgedichtet wird ("Windeltwister"). So entfaltet der bombige Inhalt nicht sein volles Bouquet.

Zugegeben: Wir verschwenden Plastik. Wir kompensieren dies, indem wir zu jedem Einkauf, okay, nicht mit Jutesackerl, aber immerhin mit unserem Snoopy-Shoppingtrolley aufkreuzen.

Der Wurm wurde am Mittwoch ein Jahr alt. Er bekam ein Erdölprodukt geschenkt - eine knallrotes Vinyl-Pferd der Marke "Rody". Made in Italy. Eine Soliaktion mit dem Industriekomplex in Osoppo bei Udine. Dort werden auch die Pezzi-Gymnastikbälle hergestellt. Diese haben uns viele Stunden Schlaf ermöglicht, da der Wurm nur in Auf-und-ab-Bewegung versetzt einratzen will.

Auch das ist ein Beitrag zum Ressourcensparen. Ich kenne nämlich nicht wenige Familien, deren Nachwuchs nur dann einschlummert, wenn sie oder er im Familienauto zehnmal um den Block oder dreimal durchs Dorf chauffiert wird. Der Wurm verlangt lediglich nach einem hüpfenden Erdölprodukt, das hoffentlich so langlebig ist, das seine Enkel noch damit ins Baby-Traumland geshmoovt werden können. (szem)

  • Der Wurm reitet auf seinem neuen Vinylpferd eine Soliaktion für die italienische Hupfball-Industrie.
    foto: szemeliker

    Der Wurm reitet auf seinem neuen Vinylpferd eine Soliaktion für die italienische Hupfball-Industrie.

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