Air Alps meldet Ausgleich an

4. Juni 2009, 14:22
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Die Verbindlichkeiten der Südtiroler Fluglinie liegen bei sieben Millionen Euro, 85 der 142 Mitarbeiter müssen im Herbst gehen

Innsbruck - Die Südtiroler Fluglinie Air Alps Aviation mit Hauptsitz in Innsbruck hat am Donnerstag einen Ausgleichsantrag am Innsbrucker Landesgericht gestellt. Der Ausgleich in der Höhe von 40 Prozent wird von der Mehrheitseigentümerin BZS Holding getragen, die Verbindlichkeiten liegen bei 7 Mio. Euro. Der Mitarbeiterstand wird im Herbst von 142 auf nur noch 57 drastisch reduziert, teilte ein Sprecher des Unternehmens am Donnerstag mit.

Nur noch zwei Flugstrecken werden dann von der Airline bedient werden. Basis für das wirtschaftliche Weiterbestehen des Unternehmens sei der Ausgleichsantrag. Dieser habe vorerst noch keine Auswirkungen auf den Flugbetrieb. "Die Entscheidung ist gefallen, an dem Unternehmen weiter festzuhalten", sagte der Sprecher, "der 40-prozentige Ausgleich an die Gläubiger ist nun das Angebot der Firma."

Bis Herbst ändere sich noch nichts am Ablauf. Der Personalabbau treffe dann alle drei Bereiche: Verwaltung, Flugbetrieb und technische Wartung. Hauptsächlich sei aber der Flugbetrieb betroffen. In Österreich seien 47 Mitarbeiter beim AMS-Frühwarnsystem angemeldet worden. Entsprechende Maßnahmen auf italienischer Seite seien in Vorbereitung.

Derzeit führt die Air Alps mit sieben Flugzeugen mit jeweils 31 Sitzen Linienflüge in Italien und Charterflüge europaweit durch. Sie steht zu rund 76 Prozent im Besitz der BZS Holding, einem Konsortium Südtiroler Unternehmer. Weitere Eigentümer sind die Südtiroler Transportstrukturen AG (rund 14 Prozent), die Region Südtirol / Trentino (rund 6 Prozent) sowie mehrere Kleingesellschafter. (APA)

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