"Der Wille der Austria war nicht zu spüren"

4. Juni 2009, 14:21
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Ex-Austria-Kapitän verlässt Favo­riten Richtung Austria Kärnten, im Herzen bleibt der Franzose jedoch "für immer ein Violetter"

Wien - Der Wechsel von Ex-Austria-Kapitän Jocelyn Blanchard zu Bundesliga-Konkurrent Austria Kärnten ist amtlich, schriftlich liegt zwar noch nichts vor, man hat sich jedoch mündlich auf einen Einjahresvertrag mit einer Option auf ein weiteres geeinigt, wie der Franzose am Donnerstag im Gespräch mit derStandard.at bestätigte.

Ausschlaggebend für den Transfer waren der Wille weiterhin Fußball zu spielen und Kärnten-Trainer Frenkie Schinkels - man kennt sich aus gemeinsamen violetten Zeiten -, der sich laut Blanchard "fünf Minuten nach der Entscheidung der Austria, nicht mehr mit mir als Spieler zu planen" telefonisch gemeldet hatte, um ein Angebot zu unterbreiten.

Bei der Wiener Austria hingegen sah Blanchard keine mittelfristige Zukunft, die Vorstellungen des Vereins seien im Endeffekt zu unterschiedlich von jenen des Spielers gewesen. Blanchard wollte Bindeglied zwischen Kampfmannschaft, Amateuren, Akademie, Trainer und General Manager sein - eine Idee, die man seitens des Vereins zwar als "gut empfand", der letzte Wille zur Umsetzung sei laut Blanchard jedoch nie wirklich spürbar gewesen.

Die Tür in Wien sieht der 37-Jährige jedoch nicht auf ewig geschlossen, er bleibe "im Herzen ein Violetter" und werde immer bereit sein, der Austria Wien zu helfen, wenn der eindeutige Wunsch des Vereins erkennbar sei. (red; derStandard.at; 4, Juni 2009)

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    Ein letzter Gruß und ab in den Süden.

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