eBay bekämpft Rassismus mit Pop-Ups

18. März 2003, 13:54
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Erhobener elektronischer Zeigefinger als Einigung nach Kampagne

eBay wird Rassimus auf seiner Site mit Pop-Ups bekämpfen. Wenn ein Anbieter auf der Auktions-Site zur Beschreibung seines Angebotes bestimmte Wörter wie etwa "Nigger" benutzt, soll der User mittels eines Pop-Up-Fensters automatisch ermahnt werden. Ein Hinweis darauf, dass sein Text ein Wort enthält, welches "viele Mitglieder der eBay community sehr verletzen" und gegen die eBay-Richtlinien gegen rassistische Ausdrücke verstoßen könnte, soll den User zur Überarbeitung seiner Annonce veranlassen.

Kampagnen wirken

Diese Maßnahme ist eBays Reaktion auf eine Kampagne, die dem Unternehmen vorgeworfen hatte, wiederholt den Handel mit rassistischen Gegenständen ermöglicht und gegenüber entsprechenden Texten unsensibel reagiert zu haben. Die National Alliance for Positive Action feiert die Maßnahme als großen Erfolg: "Die Einigung mit eBay ist ein wichtiger Sieg im Kampf gegen die mangelnde Sensibilität von Unternehmen gegenüber Afro-Amerikanern", so Aliance-Präsident Earl Ofari Hutchinson, "Er wird als Vorbild im andauernden Kampf gegen rassistische Stereotypen bezüglich Afro-Amerikanern dienen."

Umsetzung

eBay wird die Maßnahme voraussichtlich im April umsetzen. Die Einträge werden jedoch nicht automatisch gesperrt werden, da zweifelhafte Ausdrücke bisweilen in anderem Kontext stehen oder zur Beschreibung des Artikels erforderlich sein können, etwa wenn ein Buch ein solches Wort im Titel aufweist. (pte)

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