Schlechte Karten für tipp3

18. März 2003, 11:10
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Sportwettengesellschaft schließt 2002 positiv ab - Für 2003 wird mangels Fußball-Großereignis mit Umsatz-Rückgang gerechnet

Wien - Die Österreichische Sportwetten Gesellschaft - bekannt unter dem Markennamen "tipp3" - hat zwar 2002, das erste volle Geschäftsjahr nach ihrem Start am 24. August 2001, mit einem "positiven" Wettumsatz von 57,6 Mio. Euro abgeschlossen. Doch für 2003 erwartet die Casinos Austria-Tochter einen Umsatzrückgang auf rund 50 Mio. Euro. "Die schwache konjunkturelle Lage sowie das Wegfallen eines Großereignisses wie der Fußball-WM sind der Grund für diese Prognose", erklärte tipp3-Sprecherin Barbara Winzely am Dienstag auf APA-Anfrage.

Die positive Entwicklung von tipp3 im abgelaufenen Jahr sei unter anderem auf die "konsequent vorangetriebene Erweiterung des Wettangebots" zurück zu führen gewesen. Die Neuangebote seien bei den Spielteilnehmern auf "große Akzeptanz gestoßen", so tipp3. Das Angebot wurde schrittweise um zusätzliche Sportarten wie Eishockey, Formel 1 und Skifahren sowie um alternative Wettformen wie "Head to Head" oder "Handicap" erweitert. "Doch noch immer macht der Bereich Fußball - vor allem Champions-League - 95 Prozent des Wettumsatzes aus", so Winzely.

Der tipp3-Wettumsatz von 2002 sorgte für eine Steuerleistung von 6,2 Mio. Euro. "Trotzdem denken wir nicht daran, unseren Firmensitz in das Ausland zu verlegen", erklärte tipp3-Vorstandsdirektor Dietmar Horscher. Derzeit arbeiten 15 Mitarbeiter bei tipp3. Die Gesellschaft nutzt das Vertriebsnetz der Österreichischen Lotterien und hat derzeit rund 3.800 Wettannahmestellen. Für die Zukunft sei auch ein Internet-Wettangebot geplant. (APA)

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    montage: derstandard.at
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