Mädchenberatung macht mobil

6. Juni 2009, 10:00
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"Gerade am Land wichtig": Das MonA-Wohnmobil holt Schülerinnen dort ab, wo sie stehen

Eisenstadt - Die mobile Mädchenberatungsstelle MonA-Mobil tourt seit Mittwoch bis zum 24. Juni durch das Burgenland. Die Beratung im umgebauten Wohnmobil soll ein unkompliziertes Kontaktangebot für Mädchen sein, die Fragen diversen Themen haben, ob nun zu Berufsausbildung, Aufklärung und Verhütung, Essstörungen oder selbstverletzendem Verhalten. Die Mädchen können auch erfahren, wie sie sich in Gewaltsituationen verhalten können und erhalten Kontakt und Informationen zu weiteren Beratungseinrichtungen und Hilfsangeboten.

Persönliche Ansprache

Das MonA-Mobil holt die Mädchen wortwörtlich dort ab, wo sie stehen: Vor den Türen der Hauptschulen im ganzen Burgenland. Es ist als mobiles Beratungsangebot quasi der verlängerte Arm von MonA-Net, der österreichweiten Internetplattform für Mädchen und junge Frauen. Wie wichtig diese persönlichen Ansprachen, zeigt sich gerade im ländlichen Raum, wo durch die fehlende Infrastruktur viele Mädchen bei Sorgen und Problemen keine mädchengerecht ausgebildeten Ansprechpersonen in ihrer Nähe finden oder offizielle Beratungsstellen nicht in Anspruch nehmen.

Daher erschien es sinnvoll, ein dezentrales, mobiles Beratungszentrum zu schaffen, das durch das Land tourt. Das MonA-Mobil war geboren: "Das MonA-Mobil ist ein umgebautes Wohnmobil, mit dem wir durch die Schulen des Burgenlands touren. Wir stehen vor den Schulen und die Mädchen der 7. und 8. Schulstufe haben Gelegenheit uns in Kleingruppen zu besuchen und sich im geschützten Raum über eine Bandbreite von Themen zu informieren", erklärt Projektleiterin Jutta Zagler. "Einzelnen bieten und vermitteln wir Hilfe und Unterstützung. In manchen Fällen sind wir das Sprachrohr für die Mädchen und treten als Vermittler zwischen ihnen und den Erwachsenen auf."

Ausschließlich für Mädchen

Das MonA-Mobil steht ausschließlich Mädchen zur Verfügung. "Es ist wichtig, dass die Mädchen unter sich sein können, nur so kann eine vertrauensvolle Gesprächsbasis geschaffen werden", so Zagler.

In den Jahren 2007 und 2008 haben über 1300 Mädchen das MonA-Mobil besucht. Frauenlandesrätin Verena Dunst zeigte sich angesichts des Zulaufs von der Notwenigkeit der dezentralen Beratungseinrichtung überzeugt: "Mädchenarbeit muss vor allem im ländlichen Raum noch mehr Gewicht bekommen. Mehr Sensibilisierung ist dringend erforderlich." Bezüglich des Themas "Mädchen und Beruf" seien gerade auf dem Land zu wenig Informationen vorhanden: "Dieses Manko und andere Lücken in der Mädchenberatung wollen wir mit MonA-Mobil schließen." (red)

  • "Das MonA-Mobil ist ein umgebautes Wohnmobil, mit dem wir durch die Schulen des Burgenlands touren", so 
 
    foto: monanet

    "Das MonA-Mobil ist ein umgebautes Wohnmobil, mit dem wir durch die Schulen des Burgenlands touren", so 

     

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