"Stadt im Glück"

4. Juni 2009, 12:13
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Spurensuche und Klischees in einer Ausstellung im Nordico

Linz - Das Glück sollen Besucher des Linzer Stadtmuseums Nordico bei ihrem nächsten Besuch finden: Die Ausstellungsräume sind als Zimmer eines Wohnhauses gestaltet, in denen die Stadtgeschichte der vergangenen drei Jahrzehnte reflektiert wird. "Linz. Stadt im Glück" lautet der Titel der Ausstellung, die am 5. Juni ihre Pforten öffnet und am Mittwoch in einer Pressekonferenz vorgestellt wurde.

Die Schau, eine Kooperation von Linz09, dem Stadtmuseum Nordico und dem Konzernbetriebsrat der voestalpine, versteht sich als Spurensuche. Ist Linz eine Industrie- oder eine Kulturstadt? Um das herauszufinden, haben die Gestalter - das Linzer Institut für qualitative Analyse (LIquA) und die checkpointmedia AG - Interviews mit mehr als 80 Bewohnern geführt, die entweder im kulturellen oder im industriellen Bereich arbeiten. Sie versuchten herauszufinden, wie sie ihre Stadt erleben und welche Ereignisse sich im kollektiven Gedächtnis eingeprägt haben.

In Linz hat sich seit den 1970er-Jahren ein tiefgreifender Wandel vollzogen. Die Stadt hat zunehmend ihren Mief als stinkende Industriemetropole und als "Patenstadt des Führers" verloren und gegen ein besseres Image ausgetauscht. Man arbeitete fleißig an der Verbesserung der Luftqualität und an der Aufarbeitung der Geschichte. Die Ausstellung hinterfragt Klischeebilder wie "in Linz stinkt's" ebenso wie touristische Slogans vom Typ "Eine Stadt lebt auf". (APA)

 

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