Fairtrade bleibt dick im Geschäft

4. Juni 2009, 12:03
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Das gute Gewissen beim Einkauf entscheidet trotz Wirtschaftskrise mit: In Österreich legte der Fair­trade-Umsatz im vergangenen Jahr um satte 25 Prozent zu

Wien - Weltweit ist der Umsatz mit Fairtrade-Produkten im Jahresabstand um 22 Prozent auf 2,9 Mrd. Euro gestiegen, in Österreich wurde ein Plus von 25 Prozent auf rund 65 Mio. Euro verzeichnet, teilte Fairtrade-Österreich am Donnerstag mit. Überdurchschnittliche Zuwachsraten wurden in Schweden (+75 Prozent), Norwegen (+73 Prozent) sowie Australien und Neuseeland (+72 Prozent) erzielt.

Die hohen Zuwächse in diesen Ländern seien auf mehrere Faktoren zurückzuführen, hieß es bei Fairtade-Österreich. Einerseits seien manche Märkte erst im Aufbau und andererseits konnten auch neue Lizenzpartner gewonnen werden.

Tee und Baumwolle an der Spitze

Die höchsten Umsatzsteigerungen wurden bei Tee (+112 Prozent) und Baumwolle (+94 Prozent) verzeichnet. Kaffee und Bananen legten ebenfalls zu - die verkauften Mengen stiegen um 14 beziehungsweise 28 Prozent.

Im Handel erhältlich sind die fair produzierten Waren seit 1988. Damals wurde in den Niederlanden der erste Fairtrade-Kaffee aus Mexiko verkauft. In Österreich wurde die Marke 1993 eingeführt.

Aufgrund der weltweiten Nachfrage bieten nun auch große Konzerne Produkte mit dem Fairtrade-Siegel an. Im Schokoladebereich hat etwa der britische Hersteller Cadbury vor kurzem einen Teil der Produktion auf Fairtrade umgestellt. In Österreich verwendet der steirische Schoko-Produzent Josef Zotter Fairtrade-Rohstoffe. (APA)

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    Der weltweite Fairtrade-Umsatz stieg um 22 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro.

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