AG profitierte bei ÖH-Wahl von E-Voting am meisten

4. Juni 2009, 10:38
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E-Voting-Skeptiker GRAS und FLÖ verloren

Die ÖVP-nahe AktionsGemeinschaft (AG) ist nicht nur beim klassischen Urnengang Sieger der ÖH-Wahlen, auch beim ersten E-Voting kam sie auf Platz eins. Beim Vergleich des Gesamtergebnisses mit dem E-Voting-Resultaten von zehn der insgesamt 14 Unis, wo die elektronische Wahl genutzt wurde, zeigte sich, dass die AG beim digitalen Urnengang überproportional gut abgeschnitten hat.

Nur 2.200 Stimmen

Wahlentscheidend war dies angesichts der geringen Zahl an Internet-Wählern allerdings nicht - nur rund 2.200 der knapp 58.000 gültigen Stimmen wurden elektronisch abgegeben.

So machte AG etwa an der Uni Graz in Summe aller Stimmen 23 Prozent, beim E-Voting alleine aber 43 Prozent. An der Montanuni war der Stimmenanteil online (74 Prozent) ebenfalls deutlich höher als gesamt (57 Prozent). An der Uni Wien wählten online fast doppelt so viele Studenten "schwarz" wie in Summe (51 bzw. 27 Prozent), ebenso an der Uni für Bodenkultur (36 Prozent insgesamt, 71 Prozent beim E-Voting) und an der Technischen Uni Graz (zehn bzw. 18 Prozent).

Wahlanfechtung angekündigt

Die Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS), die vor den Wahlen massiv gegen E-Voting aufgetreten waren und deswegen eine Wahlanfechtung angekündigt hatten, die E-Voting-Gegner Fachschaftslisten (FLÖ) und der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ) erreichten online durchgehend einen geringeren Stimmanteil als im Gesamtergebnis.

Der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS), der eine Aufhebung der Verordnung zum E-Voting durch den Verfassungsgerichtshof (VfGH) beantragte, erhielt online und am Papier in den meisten Fällen ähnlich viele Stimmen. (APA)

 

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