Palm Pre: Showdown am Smartphonemarkt

4. Juni 2009, 10:11
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Erste Testberichte begeistert vom neuen Betriebssystem

Der US-Hersteller Palm startet in den USA mit seinem neuesten Smartphone-Modell, dem Palm Pre. Ein Produktlaunch mit großer Bedeutung für das Unternehmen. Palm hat in den letzten Jahren deutlich an Marktanteilen im Bereich der PDAs/Smartphones verloren. Nicht nur RIMs Blackberry oder Apples iPhone zogen an Palm vorbei, auch Nokia konnte sich erfolgreich behaupten. Doch nun soll sich das Blatt wenden - die ersten Testberichte in den USA stellen dem Palm Pre ein durchwegs positives Zeugnis aus - wenn auch mit einigen Kritikpunkten.

Ein Betriebssystem mit Zukunft

Sehr beeindruckt zeigen sich etwa die TesterInnen von Gizmodo und Wired von Palms neuem Betriebssystem, dem Web OS. "Hier hat Palm eine Spitzeleistung hingelegt. Das OS ist es, wo Palm wirklich glänzt und es schafft eine kohärentere Plattform zu schaffen und sogar mehr "Connected" zu sein als Google Android. Das Betriebssystem ist schön anzusehen, mit schicken Icons, einer 5-App-Launchbar und einem dreiteiligen Menü, das alle Applikationen beherbergt", so Gizmodo. Wired hebt dazu noch besonders hervor, dass "Palm den AnwenderInnen ermöglicht mehrere Applikationen gleichzeitig nutzen zu können."

 

 

Das Design

Erste Kritik wird dann an der restlichen Hardware laut: Während das Display sehr gut sein soll, präsentiert sich der Pre als Gesamtes eher zu "plastik-mäßig-fragil" im Vergleich zur Konkurrenz. Gizmodo bemängelt zudem, dass die Unterseite des Pre zu scharfkantig sei und zeigt in einem Video auch gleich wie man mit dem Handy Käse schneidet.

 

Palm Pre Cuts the Cheese from Gizmodo on Vimeo.

 

Akkulaufzeit

Keine Kritik gibt es dann an der Akkulaufzeit und der Kamera. In beiden Fällen bietet Palm hier auch nicht mehr oder weniger als die Konkurrenz. Wer also einen harten Arbeitstag mit viel Mailverkehr hat, wird am Abend dann schon mit einem fast leeren Akku dastehen.

Das Beste aus beiden Welten

Palm versucht mit dem Pre die "Eleganz des iPhones mit der Effizienz des Blackberry zu kombinieren" (Wired) und schafft diesen Spagat relativ gut, aber bei Weitem nicht perfekt. Es bleibt ein Kompromiss. Das Gerät ist klein und das Design durchdacht, die Tastatur jedoch zu klein.

Das Fazit

Auch das zusammenfassende Endergbnis von Wired und Gizmodo fällt für den Palm Pre sehr positiv aus. Wired meint: "Großartiges Aussehen und ein super Gefühl. Ein gut durchdachtes OS mit Multitasking und Instant Notification. Gutes integriertes Keyboard." Als negative Punkte registriert Wired: "Multitasking saugt den Akku leer. Die Sprint-Exklusivität wird Palm-AnwenderInnen mit Verträgen bei AT&T, Verizon oder T-Mobile wenig erfreuen. Das Keyboard ist etwas klein."

"Ein eindrucksvoller Start"

Gizmodo wiederum meint: "Ein eindrucksvoller Start für ein Betriebssystem, das in der Zukunft die Basis für qualitativ-hochwertige Handys sein sollte. Die Qualität der Hardware lässt allerdings in einigen Punkten noch zu wünschen übrig, fühlt sich im Vergleich zu G1, G2 oder iPhone etwas billig und zu sehr nach Plastik an."(Gregor Kucera, derStandard.at vom 4.6.2009)

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