SPD-Spitzenkandidat nennt Strache "Nazi"

3. Juni 2009, 20:03
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Martin Schulz: FPÖ-Kampagne spricht Sprache der NS-Zeit

Wien  - Der Spitzenkandidat der deutschen Sozialdemokraten (SPD) bei den Wahlen zum Europaparlament, Martin Schulz, hat den Wahlkampf der FPÖ mit der NS-Zeit verglichen. "Diese Kampagne spricht die Sprache des Dritten Reichs", wurde Schulz von der Financial Times Deutschland (FTD) (Donnerstag-Ausgabe) zitiert. Schulz greift auch FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache scharf an: "Auch wenn ich damit ein Gerichtsverfahren riskiere. Dieser Mann ist für mich ein Nazi."

In Österreich drohe der Europawahlkampf durch die "zunehmend nach rechts driftende FPÖ zu einer Schlammschlacht zu werden", schreibt die FTD. "Schon seit Monaten wirbt die Partei, die einst von dem im Vorjahr tödlich verunglückten Rechtspopulisten Jörg Haider geführt wurde, vor allem in Wien mit Parolen, die nach Meinung von Experten an den Straftatbestand der Volksverhetzung grenzen", kommentiert das Blatt.

Die Zeitung zitiert unter anderem die Wahlslogans der Freiheitlichen: "Abendland in Christenhand" oder "Echte Volksvertreter, statt EU-Verräter". (APA)

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