voestalpine: Analysten rechmen mit Ergebniseinbruch

3. Juni 2009, 14:47
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Wien - Für den Stahlkonzern voestalpine rechnen heimische Analysten bei den morgen, Donnerstag, zur Publikation anstehenden Zahlen zum abgeschlossenen Geschäftsjahr 2008/09 mit einem Rückgang aller Ergebniszahlen, während der Umsatz fast zweistellig zugelegt haben dürfte.

Laut der Konsensusschätzung der Experten der Erste Group, UniCredit und Raiffeisen Centrobank (RCB) dürfte sich der Umsatz um 9,6 Prozent auf 11,48 Mrd. Euro erhöht haben. Dies sei aber auf die noch hohe Stahlnachfrage und die hohen Preise im ersten Halbjahr 2008/09 zurückzuführen.

Der gestiegene Umsatz werde sich jedenfalls nicht in höheren Gewinnen niederschlagen: So werde mit einem Einbruch des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 12 Prozent auf 1,01 Mrd. Euro gerechnet. Unter dem Strich erwarten die Experten durchschnittlich einen Nettogewinn von 479 Mio. Euro - er werde um mehr als ein Drittel unter dem Vorjahreswert liegen.

Das vierte und damit letzte Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 werde laut einhelliger Meinung der Analysten nochmals schwächer ausgefallen sein als das dritte Quartal. Dies führen die Experten auf eine schwache Endnachfrage aufgrund des Lagerabbaus bei den Endkunden und großen Preisdruck zurück. Zudem seien die Rohstoffkosten teilweise noch hoch gewesen. Auch eine Vorratsabwertung von etwa 70 Mio. Euro werde auf das Ergebnis drücken.

Laut Analystenschätzung werde sich das EBIT im vierten Quartal 2008/09 auf 40,3 Mio. Euro nach 278,0 Mio. Euro im Vorjahresquartal belaufen. Dies entspreche einem Absturz von rund 85 Prozent. Unter dem Strich werde ein Verlust von 62,0 Mio. Euro anstehen. Im Vorjahr hatte die voestalpine im vierten Quartal noch einen Nettogewinn von 125,7 Mio. Euro eingefahren.

Im Fokus werde bei der Zahlenbekanntgabe am 4. Juni die Höhe der Dividende sowie Aussagen zur weiteren Investitionspolitik stehen. Hinsichtlich des Ausblicks sprechen die Experten von einer "Stabilisierung in wichtigen Bereichen" wie dem Maschinenbau und Automobil. Verschlechterungen seien aber im Bereich Energie zu erwarten. (APA)

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