Netbooks sollen "low cost small notebook PCs" heißen

3. Juni 2009, 14:58
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Microsoft äußert Unmut über die gängige Bezeichnung - ARM-Modelle nicht Win 7-tauglich

Der US-Softwarekonzern Microsoft zeigt sich wenig begeistert von der gängigen Bezeichnung für kleine, mobile Internetrechner - den so genannten "Netbooks". So soll also nun ein neuer Name her -  Steven Guggenheimer, Generalmanager der Application Platform & Development Marketing bei Microsoft, hat auf der diesjährigen Computex auch gleich einen Vorschlag parat: "low cost small notebook PCs"

Die LCSNPCs

Der Vorschlag von Microsoft dürfte in der Absicht des Softwarekonzern liegen, genauere Spezifikationen und damit eine klarere Abtrennung der Netbooks vom restlichen Markt zu erreichen, da dies entscheidend für die Lizenzierung der "Windows 7 Starter Edition" sein wird. Bis vor Kurzem wollte Microsoft noch strikte Limitierungen - etwa auf die Ausführung von maximal drei Applikationen auf einmal - durchboxen, zog dann zurück und muss sich nun neue Strategie überlegen. Derzeit ist es weder für die OEM-Hersteller noch für die KundInnen klar, ab welchen Spezifikationen eine teurere Windows-Lizenz fällig ist - reicht ein größerer Bildschirm oder mehr RAM schon als große Unterschied aus?

Kaum Aussicht auf Erfolg

Zahlreiche Webseiten und ExpertInnen haben die Aussagen des Microsoft-Managers bereits kommentiert und sehen durch die Bank wenig Erfolg für den Vorstoß des Konzerns. "Netbook" sei als Terminus Technicus bereits etabliert und auch die Branche würde bei einem solchen Schwenk wohl kaum mitziehen.

ARM ausgeschlossen

Guggenheimer hatte auch noch eine Überraschung in seine Computex-Rede gepackt: Windows 7 wird nicht auf Netbooks (oder low cost small notebook PCs) laufen, die mit einem ARM-Prozessor bestückt sind. Die britische Firma plante in den letzten Monaten einen großflächigen Einstieg in den Markt und hatte entsprechende Ziele. "Wir haben im letzten Jahr gelernt, dass ein Ding das aussieht wie ein PC und sich wie ein PC verhält, auch die Features und Vorteile eines PCs für die KundInnen bringen sollte."

Android ist keine Gefahr

Auf die Frage, ob man bei Microsoft einen gewissen Druck von Seiten Androids erwarte, erklärte Guggenheimer: "Ich bin sehr skeptisch, dass AnwenderInnen gerade jetzt auf Android setzen werden. Schließlich will man, dass der Drucker funktioniert und dass die Software funktioniert. Es gibt einen riesiges Loch im gesamten Ecosystem von Android."

Keine Probleme

Das Unternehmen erwartet zudem, dass die Probleme von Vista, bei Windows 7 nicht mehr auftreten werden, auch wenn man auf den gleichen Kern setzt. Microsoft gab am Mittwoch bekannt, dass Windows 7 am 22. Oktober veröffentlicht wird.(Reuters/red)

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    montage: red
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