Erstmals Warnstreik bei der EZB

3. Juni 2009, 13:57
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Wegen Pensionsbezügen und fehlenden Mitbestimmungsrechten

Frankfurt - Zum ersten Mal streiken Beschäftigte der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt. Die Organisation IPSO, nach eigenen Angaben einzige Gewerkschaft bei der EZB und Vertretung für 40 Prozent der Mitarbeiter, rief für Mittwoch zu einer 90-minütigen Arbeitsniederlegung auf. Der Protest richtet sich nach Angaben des Gewerkschaftsvorsitzenden Adrian Petty vor allem gegen fehlende Mitbestimmungsrechte bei der Zentralbank.

Ein Beispiel sei eine Pensionsreform. Damit habe die EZB Anfang Mai die Ruhestandsbezüge ihrer Beschäftigten durch einseitige Änderung der Arbeitsverträge um rund 20 Prozent gesenkt, erklärte Petty.

Die EZB betonte, der normale Betrieb der Bank sei durch den Warnstreik nicht beeinträchtigt. Die Europäische Zentralbank hatte Ende 2008 mehr als 1.500 Beschäftigte. (APA/AP)

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