Chrysler muss weiter um Fiat-Einstieg zittern

3. Juni 2009, 13:47
posten

Pensionsfonds in Indiana eine der letzten Hürden

New York - Für den insolventen US-Autobauer Chrysler steht der rettende Einstieg des italienischen Fiat-Konzerns noch mindestens bis Ende der Woche auf der Kippe. Ein Berufungsgericht in New York hat eine entscheidende Anhörung für diesen Freitag angesetzt.

Für eine der letzten Hürden vor einem erfolgreichen Abschluss des Insolvenzverfahrens sorgt ein Pensionsfonds im Bundesstaat Indiana. Er gehört zu den Gläubigern, denen Chrysler insgesamt knapp 7 Mrd. Dollar (4,9 Mrd. Euro) schuldet. Der Fonds hat gegen den vom Insolvenzgericht schon genehmigten Fiat-Einstieg Berufung eingelegt.

Um nicht weiter Zeit zu verlieren, wird bei dem Einwand eine Instanz übersprungen. Dies sei angesichts der Bedeutung des Falls angemessen, entschied der für Chrysler zuständige Insolvenzrichter. Der Fonds hat an Chrysler Forderungen von rund 42 Mio. Dollar und fühlt sich beim geplanten Schuldenverzicht benachteiligt. Die Gläubiger sollen insgesamt etwa 2 Mrd. Dollar bekommen.

Chrysler droht, die Zeit davonzulaufen. Fiat kann die Beteiligung von zunächst 20 Prozent wieder aufkündigen, wenn sie nicht bis zum 15. Juni besiegelt ist. Bei einem Einstieg dürfen die Italiener später auf mehr als 50 Prozent aufstocken. Vorerst hält die Autogewerkschaft UAW im Tausch für Milliarden-Zugeständnisse die Mehrheit an Chrysler, die USA und Kanada den Rest. (APA/dpa)

Share if you care.