Graf soll aus "Olympia" austreten

3. Juni 2009, 13:15
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Präsident der Kultusgemeinde bekräftigt seine Vorwürfe an die FPÖ und stellt Forderungen an Nationalratspräsidenten - Würden diese erfüllt, sei er "gesprächsbereit" - Mit Muzicant-Brief im Wortlaut

Der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG), Ariel Muzicant, nimmt die Einladung des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf an. Dieser hatte Muzicant zu einem Gespräch aufgefordert.  In einem Brief, der derStandard.at vorliegt, hofft Muzicant, dass die Aufforderung Grafs "keine weitere Propaganda-Aktion ist". In dem Brief werden Forderungen an den dritten Nationalratspräsidenten gestellt.

Graf solle etwa die Mitgliedschaft bei der vom DÖW als rechtsextrem eingestuften Burschenschaft Olympia beenden. Außerdem sollten, so Muzicant, "Holocaust-Leugner und Holocaust-Revisionisten wie David Irving, Moshe Arie Friedman und Walter Marinovic von FPÖ-Mandataren und FPÖ-Funktionären nicht mehr eingeladen werden". Die FPÖ solle klarstellem dass Israels EU-Beitritt nicht realistisch sei und aufhören, öffentlich am Verbotsgesetz zu zweifeln.

Unter diesen Bedingungen würde er, Muzicant, seine Seite www.kellernazisinderfpoe.at schließen und seine Kritik einstellen. Mit Kritik an der FPÖ und ihren Funktionären sparte Muzicant im Brief wieder nicht: Der FPÖ-Slogan "Abendland in Christenhand" sei "Hetze übelster Art", Warnungen vor einem EU-Beitritt Israels hätten einen "antisemitischen Hintergrund", die FPÖ fördere Holocaust-Revisionisten. (red, derStandard.at, 3.6.2009)

  • Der Muzicant-Brief an Graf als PDF.

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