Navigationssystem für Chirurgen

3. Juni 2009, 18:00
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Ein neues optisches Navigationssystem unterstützt Chirurgen vor allem bei Operationen an der Wirbelsäule und in der Unfallchirurgie

Der Trend zu minimal-invasiven Operationen fördert die Entwicklung ausgefeilter Technologien. Siemens trägt diesem Trend durch die Kombination von intraoperativer Bildgebung und optischem Navigationssystem Rechnung, eine Innovation von der vor allem Orthopäden und Unfallchirurgen profitieren können. Das neue Navigationssystem wird erstmals auf dem Kongress der European Federation of National Associations of Orthopaedics and Traumatology (EFORT) in Wien vom 3. bis 6. Juni 2009 vorgestellt.

Präzision ist eine wesentliche Voraussetzung in der Wirbelsäulenchirurgie, so etwa beim Setzen von Pedikelschrauben, oder in der Orthopädie, etwa bei der Stabilisierung degenerierter Knochen. Vor der Operation erstellt der Arzt von der zu behandelnden Region einmalig einen dreidimensionalen Röntgendatensatz, der ihm wie eine „Landkarte" zur Orientierung dient.

Höhere Präzision durch Markerkugeln

Während der OP navigiert der Chirurg mithilfe des so genannten optischen Trackings über eine Stereo-Kamera. Das Navigationssystem bedient der Chirurg selbst und sehr einfach über eine sterile Bedienoberfläche. Dabei sind die Instrumente des Arztes und die zu operierende Körperregion des Patienten mit unterschiedlich angeordneten kleinen reflektierenden Markerkugeln versehen. Eine Kamera nimmt die Position der Kugeln laufend auf und meldet ihre Lage an das Navigationssystem. Der Arzt kann auf diese Weise seinem geplanten Vorgehen während der Operation noch präziser als bisher folgen und unter anderem die Länge der Schrauben virtuell testen, bevor er diese einsetzt. Die Möglichkeit, den Fortschritt und das Ergebnis der Operation laufend überprüfen zu können, kann vielen Patienten einen erneuten Eingriff ersparen. Das optische Navigationssystem wird ab Juni 2009 in Deutschland, Österreich und in der Schweiz erhältlich sein.

  • Während der OP navigiert der Chirurg mithilfe des so genannten optischen Trackings über eine Stereo-Kamera.
    foto: siemens

    Während der OP navigiert der Chirurg mithilfe des so genannten optischen Trackings über eine Stereo-Kamera.

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