Die interaktive Datenbrille kommt

3. Juni 2009, 17:17
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    foto: © fraunhofer ipms

    Eine neuartige Datenbrille zeigt Informationen an und nimmt auch Befehle entgegen.

Mission Possibe: Einsatz der Hände soll beim "Blättern" in Daten überflüssig gemacht werden

Bisher war sie wohl eher nur bei Arbeitseinsätzen von James Bond oder bei einer "Mission Impossible" zu sehen: Eine Brille, die sämtliche gerade benötigten Daten einspeist und dennoch nicht aussieht, als würde man einen PC auf der Nase tragen.

Bald könnten leichte, kostengünstige Datenbrillen auch in der Medizin oder in der Industrie Arbeitsabläufe neu organisieren: In der Chirurgie, im Bauwesen oder in der Konstruktion. Der Arzt oder die Ärztin könnte Röntgenbilder während einer Operation mit der Datenbrille abrufen oder ein Monteur könnte seinen Bauplan direkt auf der Nase tragen. Die Datenbrillen, bzw. die Head Mounted Displays (HMD), sollen NutzerInnen mit Daten, die sie in ihrem realen Umfeld benötigen, versorgen.

Die bidirektionale Datenbrille

Was schon als reines Datenübertragungselement oder als visuelles Ausgabegerät sehr futuristisch daherkommt, soll nun aber noch weiterentwickelt werden. Bisher konnte HMDs nur Informationen anzeigen. ForscherInnen vom Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme in Dresden haben nun einen Prototyp einer bidirektionalen Datenbrille entwickelt. Eine Datenbrille als interaktives Instrument könnte völlig neue Anwendungsfelder erschließen, so Michael Scholles, Geschäftsfeldleiter beim Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme. Die bisherigen Probleme, die AnwenderInnen bei Tests feststellten, wie das Gewicht, der Preis, klobiges Aussehen und ergonomische Schwierigkeiten, sind für Scholles und sein Team erledigt: "Diese Hürden haben wir bereits genommen".

Nun arbeitet sein Team in Zusammenarbeit mit anderen Fraunhofer-Instituten an der nächsten Entwicklungsstufe. Die BenutzerInnen sollen mit einer bidirektionalen Datenbrille die angezeigten Inhalte beeinflussen, Bildelemente verschieben oder in einem Menü blättern können und die Hände sollen dabei außen vor bleiben. Die dargestellten Inhalte sollen durch gezielte Bewegung der Augen und durch die Fixierung auf einen bestimmten Punkt gestaltet werden können, es wird somit an einem so genannten Eye-Tracking (Blickbewegungsregistrierung) gearbeitet, das die Zuhilfenahme ohne weitere Eingabegeräte überflüssig machen soll. Die bidirektionale Datenbrille könnte vor allem in Situationen zum Einsatz kommen, in denen Zusatzinformation nötig sind, aber keine Hände für die Bedienung von Tastaturen oder Mäusen frei sind, so Scholles.

Eine bidirektionale Brille ist mit einem PDA (Personal Digital Assistent) verbunden, zeigt die gewünschten Informationen an und nimmt Befehle entgegen. Ihr Herzstück ist ein CMOS-Chip, ein komplementärer Metall-Oxid-Halbleiter, mit Eye-Tracker im Mikrodisplay. Der Eye-Tracker und die Bildwiedergabe wurden von den Dresdner ForscherInnen auf einem CMOS-Chip integriert. Das macht die HMDs klein, leicht, einfach herzustellen und kostengünstig.

Prototyp

Bei dem entwickelten Prototypen sitzt der 19,3 mal 17 Millimeter große Chip hinter dem Scharnier auf dem Bügel der Brille. Vom Bügel aus wird das Bild des Mikrodisplays so auf die Netzhaut der AnwenderInnen projiziert, dass es in rund einem Meter Entfernung sichtbar wird. Damit das Bild auch vor wechselnden und kontrastreichen Hintergründen gut sichtbar ist, muss es das Umgebungslicht überstrahlen. Deshalb arbeiten die ForscherInnen mit organischen Leuchtdioden (OLEDs). Auf ihrer Basis lassen sich Mikrodisplays mit besonders hohen Leuchtdichten herstellen. (beaha, derStandard.at, 3.6.2009)

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beinstein
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23.6.2009, 09:31
WAS FRÜHER DER TENNISARM..

wird bald das "rapid eye movement syndrom" ;-)

Pandoras_Box
 
00
18.6.2009, 00:53

Mein Gott, ich will das Wunderding haben, und zwar sofort!

Genau darauf warte ich schon seit Jahren.

a grünes stricherl
 
00
18.6.2009, 18:02
durch eine statt gehen und permanent in 3d die google stadtkarte eingeblendet zu sehen ..

hat was :-)

Angus Parvis
00

Ich würd' mir lieber den Duden bereit halten!

das kleine Maßnahmenpaket
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Äh - ist das nicht lästig für das normale Sehen? Oder brauchen wir das dann nicht mehr?

i love my life
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11.6.2009, 21:16

ts ts

Raubkopierer
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haben will!!! sofort!!!

aff knete
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brille mit microsoft-software
wenn "fatal error"
wo tasten strg alt entf?

Snieftaps
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haha

aber bis die auf den markt kommt, is ms windows hoffentlich geschichte.

Andy82
 
01
23.6.2009, 13:39

2 finger in die nase, den daumen in den mund und dann kräftig niesen

01052004
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bluescreen mit völlig neuen auswirkungen...

Mucosaprolaps
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"Boa is des a geile Sonnenbrülln"
"Naja i wollt ma a Video anschauen aber es kummt imma nur Bluescreen"

RS85
02
das wäre..

sicher dann 3mal zwinkern und 2Tränen ;-)

Erwin Wolfram
34
Übersetzung

... ich bins der Publizist. Ich teile euch mit, dass es HMDs seit 10 Jahren gibt. Billige Hires Displays gibt es seit 3 Jahren. Seither sind die HMD Preise gestiegen, weil wir Publizisten fördern Hollywood, wir haben noch immer nicht begriffen, daß Hires HMDs schon längst EUR 300 kosten könnten und wir alle den Artikel in 3D lesen könnten, wenn große Teile der Wirtschaft und die Publizisten/Werbemenschen und die Künstler nicht darauf aus wären den User nachhaltig auszunehmen anstatt Leistung zu liefern. Offensichtlich wollen die genannten den User nicht in den Stand versetzen die Inhalte nachvollziehen und erleben zu können.

Mucosaprolaps
23

LOL. Klar, schließlich hat ja auch der Ziehvater des linken Terrors das Attentat auf Haider befohlen und auch sonst sind abstruse Verschwörungen mit 20.000 Beteiligten immer wahrscheinlicher als kleine technische Probleme ...

--> Wenn eine Elektronikfirma die Möglichkeit hätte, mit einer revolutionären Erfindung die Konkurrenz zu verdrängen, würde sie dies auch tun.

richter barbara salami
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der computer in der brille - toll

und wo tu ich die maus hin ?

mein mikrokosmos
01
11.6.2009, 09:45
guten morgen, heute bin ich früh dran ..

.. das mit der maus könnte wirklich zum problem werden:-

http://alterknacker.supernature-forum.de/mausklemmt.jpg

01052004
01
in die hose

damit die hände auch noch was zu tun haben...

Magic Wand
 
01
sie sagte "Maus", nicht "Joy Stick" ...

Magic Wand
 
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zugegeben, so gesehen


gehören die Hände tatsächlich zur Maus und nicht zum Joy Stick ...

Agent Provocateur!
04
Für mich gehören Joy Stick und Maus zusammen... ;-)

Liam N.
10
der Computer

ist am Körper - nur die Darstellung und Eingabe erfolgt über die Brille/Augen

Don Mazzarello
01
wo bleibt die fantasie

es ist langsam aus für die maus. die hände braucht man nicht. das auge steuert alles. wäre mal eine coole alternative zu den derzeitigen (imo unnötigen) ebook-reader: Zeitung und Bücher direkt von der Brille lesen.

Dr. Bitter
525
außen vor bleiben - pief pief

"die Hände sollen dabei außen vor bleiben"

Derartiger Piefke-Quacksprech sollte einer österreichischen Zeitung unwürdig sein.

Aber wahrscheinlich fällt es niemandem mehr auf.

Bin froh, dass ich mir das nicht mehr lange anhören muss.

Chaton bleu
 
00

vor zehn jahren hat mir einmal einer gesagt, dass 'außen vorgelassen' eine _neupreußische wendung_ sei. kann ja sein, aber es erschien mir damals schon nicht so und heute auch nicht ...

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