Linzer Jugendliche zündelten - Millionschaden

3. Juni 2009, 11:35
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Der Schaden des Großbrands an der Schule wird voraussichtlich bei Eltern eingefordert

Linz - Bis zu einer Million Euro Schaden hat am späten Dienstagabend ein Großbrand in einem neuen, noch leerstehenden Zubau der Linzer Fachhochschule angerichtet. Verursacht haben das Feuer zwei zündelnde 13-Jährige. Als die Jugendlichen merkten, dass sie die Flammen nicht mehr selbst löschen konnten, holten sie zunächst einen Freund und dann die Feuerwehr.

Die beiden zündeten Kartons an und traten dann die Flammen aus. Zunächst dachten sie, das Feuer sei erloschen, so Sicherheitsdirektor Lißl. Als sie merkten, dass die Flammen wieder aufloderen, holten sie zunächst einen gleichaltrigen Freund zu Hilfe. Dann stellten sie fest, dass sie den Brand selbst nicht mehr löschen konnten und riefen die Feuerwehr.

Als die Löschmannschaften eintrafen, hatte sich bereits eine riesige schwarze Rauchwolke gebildet. Im Gebäude gelagerte Baumaterialien hatten Feuer gefangen und die Flammen breiteten sich rasch aus. 48 Mann der Linzer Berufsfeuerwehr und einiger Freiwilliger Feuerwehren standen im Einsatz. Das Feuer konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden. Die Bewohner der benachbarten Häuser wurden angewiesen, ihre Fenster geschlossen zu halten.

Die mutmaßlichen Verursacher des Feuers wurden nicht wie ursprünglich kolportiert aufgrund von Zeugenaussagen von der Polizei geschnappt. Sie haben auf das Eintreffen von Feuerwehr und Polizei gewartet und sogleich zugegeben, dass sie gezündelt hätten, betonte Lißl. Die beiden sind noch strafunmündig. Der Vorfall werde dennoch bei Gericht angezeigt und der Jugendwohlfahrt gemeldet, der Schaden werde voraussichtlich bei den Eltern der Jugendlichen eingefordert, erklärte der Sicherheitsdirektor. (APA)

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