JavaOne: Oracle-Chef will Java weiter voran bringen

3. Juni 2009, 12:08
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Ellison: "Wir werden weiter stark in Java investieren" - In Zukunft auch Java-Netbooks und Handys denkbar

Auf der EntwicklerInnenkonferenz JavaOne 2009, die von 2. bis 5. Juni im Moscone Center in San Francisco, Kalifornien, stattfindet, trafen sich zum ersten Mal seit der Übernahmeankündigung im April die Chefs von Sun Microssystems und Oracle in der Öffentlichkeit. Dabei kam es zu einem offenen Bekenntnis zu Java und auch zu spannenden Zukunftsplänen.

Keine Details zur Hardwaresparte

Oracle-Chef Larry Ellison traf auf der Bühne mit Sun-Vorstand Scott McNealy zusammen, beide gaben sich betont freundlich und gesprächig. Allerdings nicht über die Zukunft der Hardwaresparte, sondern vor allem über die Zukunft von Java. McNealy meinte gleich zu Beginn scherzhaft: "Lasst uns heute den Fokus auf Java legen, dass erspart uns Ärger." Seit der Übernahmeankündigung spekulieren zahlreiche ExpertInnen und AnalystInnen über die Hardwaresparte von Sun - viele gehen davon aus, dass diese Sparte verkauft werden könnte. "Wir werden weiterhin massiv in Java investieren", so Ellison. "All unsere (Oracles) Middleware basiert zu 100 Prozent auf Java, wir haben mehr in die Technologie investiert, als alle anderen Unternehmen. Und wir werden unsere Investments in den kommenden Jahren noch erhöhen." 

Java auf Netbooks und Handys

Vor den rund 3000 versammelten Java-EntwicklerInnen im Moscone Center erklärte Ellison, dass Oracle sich auch nach neuen Einsatzgebieten und Geschäftsfeldern für Java umschaue - so wären durchaus Netbooksoder Handys mit Java ein Thema. So wolle man den Konkurrenten, wie etwa Acer, Asus oder HP, Paroli bieten können. "Ich kann keinen Grund erkennen, warum diese Endgeräte nicht von Sun kommen sollten", so Ellison, "es wird sicherlich Computer geben die auf Java basieren werden."

MySQL und Co.

Auch über die anderen Open-Source-Produkte Suns hüllte man sich in Schweigen. Kein Wort zu MySQL, NetBeans und Co. Aus Sicht von McNealy würde die Zusammenlegung der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der beiden Unternehmen enorme Möglichkeiten eröffnen. Das jährliche Budget würde rund 4 bis 5 Milliarden Dollar. betragen.

JavaFX 1.2 ist da

Zwar wird die offizielle Ankündigung erst für Mittwoch Abend erwartet, doch steht auf der offiziellen JavaFX-Webseite bereits das neue Software Development Kit (SDK) von Suns Rich-Internet-Technik zum Download bereit. Im Vergleich zur Vorgängerversion soll JavaFX 1.2 zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen bieten.

Sun Java Enterprise System 6

Ebenfalls präsentiert wurde die neue Version des Sun Java Enterprise Systems. Java Enterprise System 6 bietet weitere Komponenten, zusätzliche Suites und Produkte. So etwa die Sun Identity Management Suite und die Sun Java Composite Application Platform Suite (Java CAPS).(Gregor Kucera, derStandard.at, 3.6.2009)

 

 

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    Oracles Larry Ellison und Suns Scott McNealy trafen bei der JavaOne aufeinander.

     

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