Klingende Namen als Kon­kurrenz von Super­fund und Wurz

3. Juni 2009, 10:00
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Teams wie Brabham, Lola oder March kursieren in der Gerüchte­küche - Entscheidung am 12. Juni

Wien  - Bis 12. Juni müssen Superfund und Alexander Wurz auf die Gewissheit warten, ob sie ihre Pläne für einen Einstieg in die Formel 1 in die Tat umsetzen dürfen. Wer exakt die angeblich bis zu zehn Kontrahenten im Kampf um einen der maximal drei neuen Teamplätze in der WM 2010 sind, weiß nur der Internationale Automobilverband (FIA), der die Liste der Bewerber streng geheim hält. Umso heftiger sind die Spekulationen in der Gerüchteküche.

Der Plan der FIA ist, das Feld von zehn auf 13 Teams und damit von 20 auf 26 Autos aufzustocken. Die Anzahl der Bewerber - die Nennfrist endete am vergangenen Freitag - dürfte die Zahl der freien Plätze bei weitem übersteigen, durch die neue optionale Budgetobergrenze von 45 Mio. Euro sind wie von der FIA erhofft zahlreiche Interessenten wie etwa Superfund angelockt worden.

Brabham Grand Prix Limited

Unter den Superfund-Konkurrenten dürften sich auch einige klingende Namen befinden. So soll etwa der traditionsreiche Name Brabham in die Formel 1 zurückkehren. Nach Informationen des Fachblatts "Motorsport aktuell" hat sich eine Gesellschaft namens Brabham Grand Prix Limited fristgerecht für die Saison 2010 eingeschrieben. Wie das Magazin in seiner neuesten Ausgabe berichtet, ist der alleinige Gesellschafter der Deutsche Franz Hilmer, der die Konkursmasse des 2008 pleitegegangenen Super-Aguri-Rennstalls gekauft hat.

Niki Lauda im belgischen Zolder im Brabham BT46

Das Team Brabham, das 1961 vom zweifachen Weltmeister Jack Brabham gegründet wurde, fuhr bis 1992 in der Formel 1. Der Rennstall gehörte von 1973 bis 1987 dem heutigen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone. Der Australier Brabham gewann 1966 in seinem eigenen Auto den WM-Titel, sein Landsmann Denis Hulme war 1967 erfolgreich, der Brasilianer Nelson Piquet holte 1981 und 1983 die Weltmeisterschaft.

Prodrive mit David Richards

Offiziell bestätigt worden ist auch die Nennung des britischen Prodrive-Teams (Aston Martin) rund um David Richards, der auf die finanzielle Rückendeckung der Investmentbank Dar Capital zählt. Auch March Engineering könnte 2010 wieder mit von der Partie sein, Namensrechteinhaber Andrew Fitton gab die Bewerbung ab.

Einer der March-Gründer war 1969 der nunmehrige FIA-Boss Max Mosley gewesen, 1992 verabschiedete sich das Team aus der Königsklasse. Die bis dato letzten Formel-1-Punkte für March hat der Tiroler Karl Wendlinger erobert. Ebenfalls ein Comeback wäre die Teilnahme von Lola, zuletzt 1997 in der F1 unterwegs. Zu den weiteren neuen Bewerbern gehören u.a. USF1, Campos und Litespeed.

Außer Superfund, Brabham, March und Co. haben sich die zehn in dieser Saison vertretenen Teams angemeldet. Die neun derzeit in der Vereinigung FOTA organisierten Teams - Williams war wegen seiner frühen Einschreibung ausgeschlossen worden - haben an ihre Nennung allerdings Bedingungen geknüpft und wollen nicht unter der von der FIA vorgeschriebenen freiwilligen Budgetobergrenze von 45 Millionen Euro starten.(APA)

 

  • Für Nostalgiker: Brabham.

    Für Nostalgiker: Brabham.

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