Wiener Börse am Mittwoch schließt schwach

3. Juni 2009, 17:45

Banken- und Stahlwerte unter Druck - Small Caps trotzen dem negativen Trend

Wien - Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei durchschnittlichem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 43,11 Punkte oder 1,98 Prozent auf 2.138,52 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 66 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.205 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr MEZ: Dow Jones/New York -0,87 Prozent, DAX/Frankfurt -1,74 Prozent, FTSE/London -2,09 Prozent und CAC-40/Paris -2,02 Prozent.

Nach den deutlichen Vortagesgewinnen konnte sich der heimische Aktienmarkt dem internationalen Trend heute nicht entziehen und schloss gemeinsam mit den europäischen Börsenumfeld klar im Minus.

Europaweit zählten die Banken- und die Stahlwerte zu den größten Verlierern. An der Börse Wien gaben die Erste Group-Aktien um 2,54 Prozent auf 18,80 Euro nach und Raiffeisen International ermäßigten sich um 3,62 Prozent auf 28,74 Euro.

Die Aktien der voestalpine verloren 3,18 Prozent auf 21,30 Euro. Im Rahmen einer aktuellen Studie zum europäischen Stahlsektor haben die Experten der UBS ihre Empfehlung für die voestalpine-Wertpapiere von "buy" auf "neutral" zurückgenommen. Die voestalpine wird am Donnerstag Ergebnisse zum vergangenen Geschäftsjahr 2008/09 vorlegen.

Unter den verbliebenen Schwergewichten aus dem ATX-Five schlossen OMV mit einem Abschlag von 2,03 Prozent bei 27,97 Euro. Die Analysten von JP Morgan haben ihr Kursziel von 25,50 auf 28,80 Euro erhöht und die Anlageempfehlung "Neutral" beibehalten.

Verbund im Minus

Verbund gingen mit einem Minus von 2,33 Prozent bei 37,24 Euro aus dem Handel. Den Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge haben die Analysten der französischen Bank Natixis die Anlageempfehlung für die Verbund-Werte von "Sell" auf nunmehr "Reduce" hinauf gestuft. Das Kursziel wurde von 23,50 auf 31,50 Euro angehoben.

Einige Werte aus der zweiten Reihe konnten der negativen Stimmung an den europäischen Märkten erfolgreich trotzen. So stiegen Immofinanz um 5,07 Prozent auf 1,45 Euro und A-Tec um 3,96 Prozent auf 9,45 Euro. Die Analysten von Goldman Sachs haben ihr Kursziel für die Aktien des heimischen Mischkonzerns von 10,9 auf 12,5 Euro angehoben. Das Anlagevotum "Neutral" wurde bestätigt.

Dahinter folgten Intercell mit einem Plus von 2,88 Prozent auf 22,50 Euro und Schoeller-Bleckmann mit einem Aufschlag von 2,70 Prozent auf 28,50 Euro.

Die zehn größten Kursgewinner

      1. WEBFREETV.COM MULTIMEDIA AG       +8,00 Prozent
2. KAPSCH TRAFFICCOM AG +5,29 Prozent
3. IMMOFINANZ AG +5,07 Prozent
4. A-TEC INDUSTRIES AG +3,96 Prozent
5. ECO BUSINESS-IMMOBILIEN AG +3,32 Prozent
6. SW UMWELTTECHNIK AG +3,19 Prozent
7. SPARKASSEN IMMOBILIEN AG +2,96 Prozent
8. INTERCELL AG +2,88 Prozent
9. SCHOELLER-BLECKMANN AG +2,70 Prozent
10. CONSTANTIA PACKAGING AG +1,24 Prozent

Die zehn größten Kursverlierer

      1. DO&CO RESTAURANTS&CATERING AG     -5,70 Prozent
2. WARIMPEX FINANZ- UND BET. AG -4,69 Prozent
3. WIENERBERGER AG -4,22 Prozent
4. C-QUADRAT INVESTMENT AG -3,87 Prozent
5. RAIFFEISEN INT. BANK-HLDG AG -3,62 Prozent
6. HIRSCH SERVO AG -3,23 Prozent
7. VOESTALPINE AG -3,18 Prozent
8. CA IMMOBILIEN ANLAGEN AG -3,07 Prozent
9. EYBL INTERNATIONAL AG -3,00 Prozent
10. ALLG.BAUGES.-A.PORR AG VZ -2,89 Prozent (APA)
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