Überwältigender Sieg für Oppositionspartei

3. Juni 2009, 06:51
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Vor historischem Machtwechsel nach Niederlage der Sozialdemokraten

Kopenhagen - Grönland steht vor einem historischen Machtwechsel: Die linksorientierte Oppositionspartei Inuit Ataqatigiit (IA) ist als klare Siegerin aus den Parlamentswahlen in Grönland hervorgegangen. Sie entthronte die seit 30 Jahren regierenden Sozialdemokraten (Siumut). Laut Endergebnis vom Mittwoch erzielte die IA 43,7 Prozent der Stimmen (plus 21 Prozentpunkte).

Die Siumut rutschte auf 26,5 Prozent ab (minus 3,9). Der bisherige Koalitionspartner, die liberale Atassut-Partei büßte fast die Hälfte ihrer Stimmen ein und kam nur noch auf 10,9 Prozent. Zu den großen Verlierern gehörten auch die oppositionellen Demokraten mit 12,7 Prozent.

Eigentlich hätte die Legislaturperiode erst in einem halben Jahr geendet. Der sozialdemokratische Regierungschef Hans Enoksen wollte jedoch, dass die am 21. Juni beginnende "neue Epoche" der erweiterten Autonomie von Neuwahlen eingeleitet werde. Der neue Autonomie-Status Grönlands sieht das Recht auf Selbstbestimmung, die völkerrechtliche Anerkennung der Ureinwohner der Insel und die autonome Kontrolle über die Rohstoffe vor. Völlige Unabhängigkeit soll die größte Insel der Welt zum 300. Jahrestag der Kolonisation durch Dänemark im Jahr 2021 erlangen. (APA/AFP)

 

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