Obama zu erstem Staatsbesuch in arabischer Welt

3. Juni 2009, 06:34
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Erste Station Saudi-Arabien - Am Donnerstag in Kairo Rede an die Muslime

Washington/Riad - US-Präsident Barack Obama ist zu seinem ersten Staatsbesuch in der arabischen Welt aufgebrochen. Die Präsidentenmaschine hob in der Nacht zum Mittwoch (MESZ) von Washington aus in Richtung Saudi-Arabien ab. Am Nachmittag wird Obama in Riad mit König Abdullah zusammentreffen. Bei den Gesprächen in der Hauptstadt und später bei einem Abendessen auf dem Landsitz des Monarchen der größten Öl-Nation der Welt sollen neben bilateralen Themen auch das iranische Atomprogramm und der ins Stocken geratene Nahost-Friedensprozess zur Sprache kommen.

Wenige Stunden vor dem Beginn seiner Nahostreise hat US-Präsident Barack Obama Israel erneut dazu aufgefordert, den Siedlungsbau im Westjordanland zu stoppen. Am Dienstag traf Obama im Weißen Haus mit dem israelischen Verteidigungsminister Ehud Barak zusammen. Kurz zuvor hatte Barak auch mit Obamas Nationalem Sicherheitsberater General Jim Jones gesprochen.

Kairo

Anschließend an seinen Besuch in Saudi-Arabien reist der US-Präsident nach Kairo weiter, wo er am Donnerstag seine mit Spannung erwartete Rede an die Muslime halten will. In Ägypten, dem bevölkerungsreichsten arabischen Land, trifft Obama Präsident Hosni Mubarak, der bereits seit 1981 regiert. In der Kairo-Universität will er dann seine Grundsatzrede halten, die nicht nur an die Araber gerichtet sein soll, sondern an alle Muslime weltweit.

Im Verhältnis zwischen dem Westen und den Muslimen sei nicht nur ein Dialog notwendig, um Fehleinschätzungen aus dem Weg zu räumen, sondern auch eine neue Politik, sagte Obama in einem Interview mit dem britischen Rundfunksender BBC, das am Dienstag veröffentlicht wurde. "Letztlich werden es von jetzt an die Taten und nicht die Worte sein, die den Fortschritt bestimmen", fügte er hinzu.

Arabische Kommentatoren hatten gewarnt, die Zeit der schönen Worte sei nun vorbei. Die Araber erwarteten, dass Obama den Druck auf die israelische Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erhöhe. Dieser hat die Forderung des US-Präsidenten nach einem Ende der jüdischen Siedlungstätigkeit in den 1967 besetzten palästinensischen Gebieten abgelehnt.

Deutschland

Im Anschluss an seinen Besuch in Ägypten reist Obama nach Deutschland weiter. Donnerstag und Freitag besucht der Präsident neben Dresden, wo er Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft, auch das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald und das US-Militärhospital in Landstuhl in der Pfalz. Danach wird Obama in der Normandie an den Feiern zum 65. Jahrestag der Landung der Alliierten im Zweiten Weltkrieg teilnehmen. (APA/dpa/AP)

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