Interkontinentalrakete bedarf noch aufwendiger Tests

2. Juni 2009, 22:12
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Für Atom-U-Boote konzipiert - Hälfte bisheriger Versuche schlug fehl

Moskau - Eine neuartige russische Interkontinentalrakete muss vor der Zulassung für die Streitkräfte weitere Tests durchlaufen. In diesem und im nächsten Jahr werde es noch zahlreiche Raketentests mit der "Bulawa" geben, sagte der stellvertretende russische Ministerpräsident Sergej Iwanow laut Berichten der Nachrichtenagentur Interfax vom Dienstag. Die Streitkräfte wollten die Tests der für Atom-U-Boote konzipierten Rakete ursprünglich schon 2009 abschließen. Fünf von zehn Tests schlugen aber bisher fehl.

Iwanow führte die technischen Schwierigkeiten auf Produktionsfehler zurück. Es sei schwierig, die Qualität aller von 650 verschiedenen Zulieferern gebauten Teile zu überprüfen. Die "Bulawa" wird von U-Booten aus gestartet und hat eine Reichweite von rund 10.000 Kilometern. Sie kann bis zu sechs einzeln steuerbare Atomsprengköpfe tragen. Sie soll eine zentrale Waffe der russischen Atomstreitkräfte werden. (APA/AP)

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