Arabischer Staatsfonds reduziert Investment bei Barclays

2. Juni 2009, 17:58
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London - Nach nur einem halben Jahr hat der arabische Staatsfonds Ipic (die International Petroleum Investment Company aus Abu Dhabi ist auch mit 19,2 Prozent an der österreichischen OMV beteiligt und mit neun Prozent an Daimler) in Großbritannien Kassa gemacht. Der Fonds hat einen Großteil seiner im vorigen Oktober eingegangenen Beteiligung an der britischen Barclays Bank verkauft - und zwar mit gutem Gewinn. Konkret hat die Ipic ihre Optionen auf rund elf Prozent der Barclays-Aktien um umgerechnet vier Mrd. Euro verkauft - das Engagement wurde also verdoppelt.

Eingestiegen war der in Staatsbesitz stehende Fonds um rund 5,5 Mrd. Euro; nach dem jetzigen Teilverkauf gehören Ipic noch fünf bis sechs Prozent von Barclays. Begründet hat Ipic den Rückzug damit, sich "verstärkt auf andere Investments zu konzentrieren".

Die Börse hat die Nachricht ungern gehört, die Barclays-Aktie brach um 14 Prozent ein. Man fürchtet denRückzug weiterer ausländischer Kapitalgeber. (APA, DER STANDARD, Printausgabe, 3.6.2009)

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