Söderling fertigt auch Dawydenko ab

2. Juni 2009, 16:39
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Erfolgslauf in Paris nach Sieg über Nadal ging weiter - Nächster Geg­ner: Gonzalez - Safina im Halbfinale - Scharapowa chancenlos

Paris - Favoritenschreck Robin Söderling hat auf dem Sand von Roland Garros einen weiteren Coup gelandet. Zwei Tage nach seinem Erfolg gegen den viermaligen Paris-Champion und Weltranglisten-Ersten Rafael Nadal bezwang der 24-jährige Schwede den Russen Nikolaj Dawydenko mit 6:1,6:3,6:1 und erreichte erstmals das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers. Dort trifft er am Freitag auf den Chilenen Fernando Gonzalez, der sich gegen den Weltranglisten-Dritten Andy Murray aus Großbritannien mit 6:3,3:6,6:0,6:4 durchsetzte. In Nadal, Murray und Novak Djokovic sind damit die Nummern eins, drei und vier der Welt ausgeschieden.

Im Eiltempo

Nach einer Schweigeminute für die Opfer des Flugzeugunglücks über dem Atlantik startete Söderling hochkonzentriert in das Match gegen Dawydenko, der zuvor immerhin den Ranglisten-Achten und Australian-Open-Halbfinalisten Fernando Verdasco aus Spanien bezwungen hatte. Nur 101 Minuten dauerte das ungleiche Match, ehe Söderlings Erfolg perfekt war. Der im schwedischen Tibro geborene und heute in Monte Carlo lebende Profi hat bisher drei Titel gewonnen. Seine beste Platzierung in der Weltrangliste war im November Position 17.

"Ich habe immer gewusst, dass ich großes Tennis spielen kann", gab sich Söderling selbstbewusst, "und es ist wichtig, dass ich das auch in großen Partien zeigen konnte. Vor vier Jahre hätte mir keiner zugetraut, dass ich hier ins Halbfinale kommen kann." Der Rummel nach dem Viertelfinalerfolg über Nadal hätte ihn nicht aus der Ruhe gebracht. "Ich habe nicht ferngesehen oder Zeitungen gelesen, aber mein Telefon hat oft geläutet."

Und auch der sechsmalige French-Open-Champion Björn Borg traut seinem Landsmann einiges zu. "Wenn du Nadal auf Sand in Paris schlagen kannst, kannst du jeden schlagen", sagte der Schwede - und schickte eine Glückwunsch-SMS. Söderling hatte auf dem Weg ins Halbfinale Kevin Kim (USA), Denis Istomin (UZB), David Ferrer (ESP), Nadal (ESP) und nun den Ranglisten-Elften Dawydenko aus dem Turnier geworfen.

Söderling darf sich nun auch im Halbfinale gegen Gonzalez gute Chancen ausrechnen. Dieser eliminierte Murray recht klar und ist mit 28 Jahren der älteste Spieler im Feld und der erste chilenische Profi im Halbfinale von Paris. Gonzalez erreichte zum zweiten Mal nach den Australian Open 2007 (Finalniederlage gegen Roger Federer) das Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers.

"Ich muss ihm gratulieren", sagte Murray nach der Partie, zeigte sich angesichts seiner bisherigen Leistungen auf dem "ungeliebten" Sand aber auch zufrieden. "Ich habe auf diesem Belag gut gespielt. Das war der beste Saisonstart meiner Karriere, und ich bin voller Energie für die Rasensaison."

Keine Gnade für Scharapowa

Bei den Damen verabschiedete sich Maria Scharapowa mit einer bitteren Pleite von den French Open. Das Grand-Slam-Comeback der 22-jährigen Russin endete am Dienstag mit einem 0:6,2:6 im Viertelfinale gegen die 20-jährige Dominika Cibulkova. Im ersten Grand-Slam-Halbfinale ihrer Karriere bekommt es die Slowakin am Donnerstag mit der Weltranglisten-Ersten Dinara Safina zu tun. Die 23-jährige Russin besiegte die Weißrussin Victoria Asarenka nach Startproblemen noch mit 1:6,6:4,6:2.

"Maria, voll der Gnade" hatten die Macher der offiziellen Turniergazette am Dienstag noch getitelt, doch die Nummer 19 der Welt kannte mit der ehemaligen Nummer eins auf dem Court Suzanne Lenglen keine Gnade. Nach 75 Minuten beendete die 1,61 Meter große Slowakin die Grand-Slam-Rückkehr ihrer Kontrahentin. Nach einer fast zehnmonatigen Verletzungspause auf Platz 102 der Weltrangliste abgerutscht und ohne große Erwartungen in die französische Hauptstadt gereist, endete Scharapowas Ausflug mit einer schmerzhaften Pleite.

Bis zu ihrem Aus hatte sie wie immer die Blicke auf sich gezogen mit ihrem dunkel- und helltürkis abgesetzten Flatter-Kleid und den vom Juwelier Tiffany angefertigten Ohrringen, in denen ein Aquamarin und ein Diamant in einem Tropfen aus Weißgold funkeln. Nun müssen sich die Roland-Garros-Fotografen ein neues Motiv suchen. (APA/dpa/AFP)


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    Überraschungsmann Robin Söderling.

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    Fernando Gonzalez bewundert seine Faust.

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    Dominika Cibulkova wälzte sich schon nach ihrem Sieg gegen Scharapowa im Viertelfinale im Sand.

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    Dinara Safina verlangte die Partie gegen Victoria Azarenka alles ab.

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