Tests weisen auch versteckte "Schweinegrippe"-Infektionen nach

2. Juni 2009, 16:20
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Neue Testverfahren können Schweinegrippe-Fälle künftig besser nachweisen, auch wenn Symptome schon abgeklungen oder kaum vorhanden sind

Berlin/München - Schweinegrippe-Fälle können mit zwei neuen Testverfahren künftig besser nachgewiesen werden. Selbst wenn die Symptome schon abgeklungen oder kaum vorhanden sein sollten, werde das neuartige H1N1-Virus dabei im Nachhinein diagnostiziert, meldete das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin am Dienstag. "Dadurch können wir die mögliche Verbreitung besser abschätzen und Präventionsstrategien gezielt weiterentwickeln", sagt RKI-Präsident Jörg Hacker.

Neue Tests ergänzen das etablierte Verfahren

Die beiden neuen Tests, die am Nationalen Referenzentrum für Influenza entwickelt wurden, weisen im Blutserum Antikörper nach. Diese werden werden im Rahmen der Immunabwehr nach der Infektion gebildet und sind über Monate oder Jahre vorhanden. Die neuen Tests ergänzen das etablierte Verfahren zur Diagnose akuter Infektionen, das auf der sogenannten Polymerasekettenreaktion (PCR) beruht und das Erbgut der Viren im Blut nachweist. (APA)

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